Ein Jahr ist es her, seit das Alpine-Wunder geschah: Nach einer schwierigen Formel-1-Saison standen beide Fahrer im brasilianischen Regen auf dem Podest. Bei der Erinnerung an das fast magische Doppelpodium beim Großen Preis von São Paulo wird Pierre Gasly noch heute emotional. Eine Wiederholung des Ergebnisses schließt er dieses Jahr aber definitiv aus: "In Sachen Performance haben wir einen Schritt zurückgemacht, aber das ist in Ordnung. Wir haben noch vier Rennen, in denen wir alles geben, und dann haben wir ein neues Projekt."
Bei Alpine wird sich schon seit Jahresanfang auf die kommende Saison konzentriert, denn neben dem neuen Reglement trennt sich das französische Team auch von Renault und bezieht ab 2026 Motoren von Mercedes. Deshalb bringt Alpine – anders als die direkte Konkurrenz – nur sporadisch Updates an die Strecke und fällt dadurch immer weiter zurück. In der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft belegt Alpine derzeit den letzten Platz. Ohne ein Wunder wie 2024 wird das Team die Saison auch dort beenden, denn der Rückstand auf Sauber beträgt bereits 40 Punkte.
"Es ist eine lange Saison", klagte Gasly, der den Entwicklungsstopp von Anfang an unterstützte. Auch nach vielen Niederlagen steht er hinter dem Entschluss: "Es war etwas drastisch, aber manchmal musst du harte Entscheidungen treffen, um wahre Größe zu erzielen. Das, was wir uns dieses Jahr leisten konnten, war nicht gut genug für uns. Diese zusätzliche Zeit kann uns einen Vorsprung für nächstes Jahr und damit mehr Erfolg verschaffen. Das ist es, was wir wollen, und wenn wir das schaffen, dann ist mir dieses Jahr egal."
Pierre Gasly über 2026er-Alpine: Gibt mir viel Motivation!
Doch kann Alpine in der kommenden Saison mit dem neuen Reglement tatsächlich der große Sprung gelingen? Gasly sieht der Zukunft optimistisch entgegen: "Ich freue mich schon sehr. Vieles am neuen Auto sieht gut aus. Das motiviert mich, auch wenn wir gerade überhaupt nicht konkurrenzfähig sind. Hoffentlich macht sich unsere Entscheidung für 2026 bezahlt."
Motivation ist ein wichtiges Stichwort für den Alpine-Piloten, der nach zwei Jahren als Stammfahrer und einer Vertragsverlängerung bis 2028 als eine der Leitfiguren im Team auftritt. Gerade in einer Zeit, in der die Resultate nicht erfreulich sind, ist es essenziell, die Moral hochzuhalten. "Egal, wie sehr es mich frustriert, dass ich keine Punkte nach Hause bringe, ich muss größer denken und darf das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Wir haben 1.500 Leute, die mit Herzblut bei der Arbeit sind. Deshalb muss ich jedes Mal, wenn ich mich ins Auto setze, mein Bestes geben", so Gasly.
Auf der anderen Seite der Alpine-Garage hat sich vor dem Brasilien GP eine interessante Entwicklung ergeben: Jack Doohan soll in die Super Formula wechseln. Was an den Gerüchten dran ist und was Franco Colapinto dazu sagt, erfahrt ihr hier:



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