"Teamorder-Gate" liegt nun einige Tage zurück und die Gemüter bei Alpine scheinen sich wieder beruhigt zu haben. Zumindest sah Pierre Gasly keinen Grund, vor dem Großen Preis von Mexiko das Thema nochmals aufzurollen. "Was gesagt werden musste, wurde gesagt", betonte der Franzose, um gleich hinterher zu schieben: "Es ist immer noch schwer zu verstehen, warum [es passiert ist]."
Die Anweisung des Formel 1-Teams in der letzten Runde des USA GP war eindeutig: Gasly und Franco Colapinto sollten die Position halten. Doch Colapinto ignorierte die Teamorder und ging an seinem Teamkollegen vorbei. "Ich stimme voll und ganz zu, dass eine Teamweisung immer befolgt werden sollte, aber die Situationen [in einem Rennen] sind oftmals knifflig. Als Fahrer war es für mich in diesem Moment ganz natürlich, zu kämpfen", erklärte der Argentinier.
F1-Experte gibt Colapinto Rückendeckung
Während Franco Colapinto von seinem Team abgemahnt wurde, gab es von F1-Experte Christian Danner Lob für die Aktion in Austin. "Dass das natürlich auch ein bisschen Ärger im Team gibt, war klar. Ob das klug war? Ich sag ehrlich: Ich glaube ja", meinte Danner. Für ihn hat sich der 22-Jährige mit der Aktion sogar für eine Vertragsverlängerung empfohlen.
"Ich kann mir fast vorstellen, dass er [Flavio Briatore] das besser findet, als wenn er pariert hätte." Aktuell steht Colapinto noch ohne Vertrag für 2026 da. In Mexiko auf seine F1-Zukunft angesprochen, stellte er klar: "Um Flavio zu überzeugen, muss man einfach schnell sein. Entsprechend gebe ich mein Bestes und versuche, Wochenende für Wochenende gute Leistungen zu bringen. Die letzten sechs Rennen waren in dieser Hinsicht sehr positiv", so Colapinto. Dass er in der Saison bisher punktelos blieb, liegt seiner Meinung nach vor allem am Auto.
Gasly: Alpine bewegt sich nach hinten
"Die Situation, in der sich das Team befindet, ist schwierig. Wir wussten, dass 2025 ein Übergangsjahr werden würde, aber es war dann doch schwieriger als erwartet", sagte Colapinto. Alpine verliert immer mehr Boden auf die Konkurrenz. Der Sechste der Vorsaison scheint den letzten Platz in der Konstrukteurswertung für sich reserviert zu haben. Unter anderem liegt das daran, dass es seit dem Spanien GP keine größeren Updates mehr am A525 gab.
"Das Auto ist seit Barcelona fast gleichgeblieben. Die Tendenz ist klar – wir bewegen uns nach hinten. Das Beste, was wir tun können, ist jede einzelne Millisekunde aus dem Paket herauszuholen und zu hoffen, dass es andere nicht richtig hinbekommen", sagte Gasly. Der Franzose, der seinen Alpine-Vertrag bis 2028 verlängert hat, hofft in den restlichen fünf Saisonrennen noch einmal ein positives Zeichen setzen zu können. "Würde ich gerne in Q3 stehen? Auf jeden Fall. Können wir das objektiv gesehen allein mit unserer Pace erreichen? Nein. Werden wir trotzdem versuchen, es zu schaffen? Ja."
Alpine liegt in der Formel-1-WM 2025 am Boden und Pierre Gasly liefert eine brisante Erklärung für die Misere des Teams. Mehr dazu hier:



diese Formel 1 Nachricht