Formel 1

Formel 1, Robert Kubica nach Williams-Test: Zauberei ist nicht

Robert Kubica in Barcelona zurück im F1-Auto. Erst im Training, jetzt bei den Testfahrten. Sein Fazit zum Williams-Einsatz: Leider gibt's keine Magie.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Für Robert Kubica war das verlängerte Rennwochenende der Formel 1 in Spanien ein weiteres F1-Comeback: Nach Einsätzen bei den Barcelona-Testfahrten im Winter 2018 pilotierte der Pole nun auch am Wochenende im Training erstmals den Williams, schloss im Anschluss am Mittwoch die zweitägigen Testfahrten für das Traditionsteam auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ab.

Schon nach seinem Einsatz im ersten Training hatte sich Robert Kubica noch tief enttäuscht, nein harsch über den Williams geäußert. Der FW41 sei ein Schock gewesen, schlechter als erwartet, es sei ihm peinlich gewesen, dieses Auto zu fahren, so der Pole, der sich eigentlich so gefreut hatte, endlich auch einmal wieder an einem Grand-Prix-Wochenende fahren zu dürfen, wenn auch nur an diesem Freitag.

Beim Test Lösung gefunden? Kubica klar: Nein!

Bei dem anschließenden Test nun war die große Frage: Wie sehr würde Kubica dem Team helfen können. Würde er eine Lösung finden? "Nein, haben wir nicht", winkt Kubica nach 123 Runden und Platz acht bei dem Test ab. "Es gibt keine Magie", ergänzt der Pole, lässt damit tief blicken, was Williams inzwischen braucht, um sich wieder aus dem Sumpf zu ziehen.

Doch komplett negativ sieht Robert Kubica die Lage des Rennstalls nicht. "Der Weg, dem wir folgen müssen, ist recht klar", so der Pole. Weiß Williams also zumindest, woran es feilen muss. Offenbar. "Es ist klar, wo unser Problem liegt. Wir wissen, dass es die Balance ist und müssen jetzt den bestmöglichen Weg finden, um das zu beheben - mit der begrenzten Zeit, die uns zur Verfügung steht", so Kubica. "Und das so schnell wie möglich."

Robert Kubica: Williams muss jetzt schnell vorankommen

Denn der Pole weiß genau: Während Williams einfach nicht performt punktet die Konkurrenz geschlossen weiter, zieht Williams in der WM Stück für Stück davon. Das gilt inzwischen auch für Sauber und Force India. "Es gibt da gleich ein paar Dinge auszusortieren. Aber eben nichts, dass du in 24 Stunden schaffst", erklärt Kubica, dass ein einzelner Einsatz seiner Selbst Williams nicht in den Besitz des Steins der Weisen bringt.

Doch tue das Team alles, um ihn zu finden. "Wir haben Dinge versucht, ein paar Ideen am Auto ausprobiert, die du normalerweise nicht testen würdest", berichtet Kubicas. "Um zu sehen, welchen Effekt es auf das Auto hat - oder ob es überhaupt einen Effekt hat", erklärt Kubica. Das diene der Korrelation mit dem Windkanal und der Arbeit im Werk. "Du musst heutzutage mit der limitierten Testzeit sehr effizient sein", so Kubica. "Und nur so kannst du sicher sein, was du Zuhause machen musst, um eine Entwicklungsrate zu liefern und die Probleme zu finden."

Nächster Kubica-Einsatz in Spielberg: Auto dann hoffentlich besser

Genügend Daten geliefert habe er den Ingenieuren jetzt jedenfalls. Sie selbst dafür loben, dass zumindest er Williams mit alle seiner Erfahrung helfen kann, will Kubica aber nicht. "Ich wäre auch glücklicher, ein zwei Sekunden schnelleres Auto zu haben als in dieser Lage zu sein. Aber ich bin hier, um zu helfen", sagt Kubica. Den Williams wird der Pole das nächste Mal in Österreich pilotieren. In Spielberg fährt Kubica zum zweiten Mal nach Spanien im ersten Freien Training. Kubica: "Und ich hoffe, dass unser Auto bis dahin besser sein wird."


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