Formel 1

Formel-1-Zukunft: Aston Martin liebäugelt mit Einstieg

Die Formel-1-Bosse haben in Bahrain die Karten auf den Tisch gelegt. Aston Martin liebäugelt nun mit einem Einstieg als Motorenhersteller.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Der Freitag in Bahrain wurde nicht vom Geschehen auf der Strecke dominiert. Schon Stunden vor dem Start des 1. Freien Trainings versammelten sich die Formel-1-Teams an der Strecke, um den Worten von Liberty-Boss Chase Carey und Ross Brawn zu lauschen. Der kommerzielle Rechteinhaber präsentierte seine Visionen für die Formel 1 nach dem Jahr 2020.

Ein großer Bestandteil der Änderungen betrifft den Motor. Einmal mehr wurde bekräftigt, dass die Motoren billiger, einfacher und lauter sein sollen. Gleichzeitig sollen sie mehr Leistung haben und mit Hybrid-Technik auch serienrelevant sein. Ebenfalls wichtig: Die neuen Regeln sollen auch neue Hersteller anlocken.

Zumindest in der Theorie hat das schon funktioniert. Nach der Veröffentlichung des Plans twitterte Aston Martin Geschäftsführer Andy Palmer: "Wir freuen uns sehr, die Neuigkeiten bezüglich der Zukunft der Formel 1 zu hören."

"Diese voraussichtlichen Änderungen unterstützen viele Anforderungen, die dafür nötig sind, dass Aston Martin als Motorenlieferant einsteigt", so Palmer weiter. "Das ist ein sehr positiver Schritt in die richtige Richtung."

Mit ein Grund für die positive Reaktion von Aston Martin ist, dass in Zukunft auch die Motorenhersteller an der Ausschüttung der Preisgelder beteiligt werden sollen. Aktuell erhalten nur die Team Antrittsgelder. Für einen unabhängigen Motorenhersteller käme somit neben den Leasinggebühren noch eine zusätzliche Geldquelle hinzu, um die Entwicklungskosten zu refinanzieren.

Insider bezweifeln aber, ob Aston Martin tatsächlich über das technische Know-how verfügt, einen Formel-1-Motor entwickeln zu können - selbst wenn der deutlich simpler als die aktuellen Power Units ausfallen sollte.

Kauft Aston Martin Red Bull?

Zwei mögliche Szenarien stehen allerdings im Raum: Aston Martin, aktuell schon Titelsponsor von Red Bull, könnte das Team 2021 unter gewissen Voraussetzungen übernehmen, sollte Dietrich Mateschitz keine Lust mehr auf die Formel 1 haben.

Auf Motorenseite, so vermuten nicht wenige, könnte Aston Martin die Entwicklung eines Formel-1-Motors bei Spezialist Cosworth in Auftrag geben und unter eigenem Namen einsetzen. Verantwortliche von Cosworth saßen in der Motorenarbeitsgruppe ebenfalls am Tisch.

Neue Formel-1-Motoren 2021: Porsche, Aston Martin? Alle Details: (25:33 Min.)


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