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Formel 1

Rosberg mit altem Motor - Red Bull: Ricciardos neuer Motor schon kaputt

Daniel Ricciardo vollzog in Monza gleich zwei Motorwechsel, um das Reglement auszuhebeln. Eine der beiden neuen Power Units ist allerdings schon wieder kaputt.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Um das Reglement auszutricksen, nahm Red Bull am Freitag in Monza bei Daniel Ricciardo gleich zwei Motorwechsel vor. Damit kassiert der Australier zwar eine theoretische Rückversetzung um 50 Startplätze. Da die überschüssige Strafe aber weder mit in den Grand Prix noch mit zum nächsten Rennwochenende genommen wird, entschied man sich zu diesem Schritt, um den Pool von Power Units, die bei den nächsten Rennen straffrei verwendet werden dürfen, aufzustocken.

Es sieht so aus als ist ein Motor verloren
Christian Horner

Red Bull hat die Rechnung allerdings ohne den Technikteufel gemacht. Ricciardo blieb im dritten Freien Training mit einem der beiden neuen Motoren prompt liegen und muss nun zum anderen neuen Aggregat wechseln. "Es sieht so aus als ist ein Motor verloren", klagte Teamchef Christian Horner, dass die beschädigte Renault-Power-Unit wohl nicht mehr einsatzfähig ist und Red Bulls Plan, sich für die nächsten Rennen mit neuen Motoren auszustatten, nicht aufgegangen ist.

Neben Ricciardo hat auch sein Teamkollegen Daniil Kvyat zwei neue Motoren eingesetzt, sodass Red Bull den Großen Preis von Italien geschlossen vom Ende des Feldes in Angriff nehmen wird. Der Russe wird um 30 Startplätze zurückgereiht. Außerdem vollzog auch Toro-Rosso-Pilot Max Verstappen einen Motorwechsel, der ihn um zehn Startplätze zurückwirft. Selbiges gilt für seinen Teamkollegen Carlos Sainz, der doppelt wechselte und +35 Startplätze kassiert.

Red Bull rechnet sich auf der Highspeed-Strecke in Monza von Haus aus geringe Chancen aus und will in zwei Wochen in Singapur, wo die Aerodynamik der entscheidende Faktor ist, mit möglichst frischen Motoren antreten.

Rosberg mit altem Motor

Nico Rosberg muss indessen zur alten Mercedes-Motorenversion zurückwechseln, nachdem er im dritten Freien Training einen Defekt erlitt. Bitter: Mercedes setzte vor Monza sieben Entwicklungs-Token ein, sodass Rosberg gegenüber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton nun deutlich im Nachteil ist, der die verbesserte Power Unit im Auto hat. Alles andere als eine überlegene Pole Position für den Briten wäre unter diesen Voraussetzungen eine Überraschung.


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