Die Haas-Fahrer für die Formel-1-Saison 2025 sind Esteban Ocon und Oliver Bearman. Doch beim Goodwood Festival of Speed änderte sich das für einen Tag. Statt den beiden Stammpiloten nahmen die Teambosse in den Autos Platz. Teamgründer und Namensgeber Gene Haas setzte sich mit seinen 72 Jahren hinter das Steuer des VF-23, dem Haas aus der Saison 2023. Teamchef Ayao Komatsu hingegen nahm am Steuer des ein Jahr neueren VF-24 Platz. Beide zeigten sich begeistert.
Gene Haas: Erschien mir viel Aufwand für eine Bergfahrt
Das Goodwood Festival of Speed ist bereits seit Jahrzehnten ein Klassiker in der Motorsport-Szene. 1993 wurde es zum ersten Mal ausgetragen. Hunderte von Autos aus der gesamten Motorsport-Geschichte, sowohl neu als auch alt, werden dort gefahren.
So auch die Haas-Boliden aus den Jahren 2023 und 2024. Am Samstag saß beispielsweise Esteban Ocon im VF-23. Doch am Freitag sah das ganz anders aus. Gene Haas saß am Steuer des 2023er-Haas, der seinerzeit von Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen pilotiert wurde. Haas feierte beim diesjährigen Kanada Grand Prix auch den 200. Grand Prix des Teams.
Für den 72-jährigen Teamgründer war das eine ganz neue Herausforderung. Auch wenn die Strecke mit 3,809 Kilometern Länge eher kurz ist. Komatsu musste ihn erst einmal überzeugen. Beide fuhren als Vorbereitung gemeinsam einen Shakedown in Silverstone. "Als Ayao [Komatsu, Anm. d. Red.] mich zum ersten Mal fragte, ob ich hier in Goodwood fahren würde, erschien mir das nach einer Menge Aufwand, nur für eine Bergfahrt", so Haas.
"Ehrlich gesagt kannte ich das Festival of Speed vorher nicht, aber es hat mich fasziniert, und jetzt verstehe ich, warum so viele Fans hierherkommen."

Das Formel-1-Auto stellte ihn vor einige Herausforderungen. "Mein erster Eindruck im Auto war, dass es dort sehr eng ist. Man muss viele Nuancen lernen, die Kupplung, das Schalten und mehr. Am schwierigsten ist es aber, ein so schnelles Auto bei so langsamer Geschwindigkeit zu fahren."
Haas-Teamchef Ayao Komatsu vor Fahrt mit F1-Auto: Ich war nervös!
Aktiv Rennautos gefahren ist Gene Haas noch nie. Ayao Komatsu nahm an einigen Go-Kart-Rennen und einem Langstreckenrennen teil, bei dem er für Lotus an den Start ging. Der Japanar arbeitete sich bei Haas vom Ingenieur zum Teamchef hoch und nahm mit dem Beginn des Jahres 2024 Günther Steiners Position an der Spitze des Teams ein. Die Fahrt mit einem der Autos des Teams war für den 49-jährigen etwas Besonderes.
"Ich habe den heutigen Tag absolut geliebt. Gestern war ich nervös, weil mir alle gesagt haben, dass die Strecke knifflig ist, deshalb bin ich langsam gefahren. Als ich dann wusste, was auf mich zukommt, war ich total entspannt und habe jede Sekunde genossen – den Prozess, das Auto an die Startlinie zu bringen, im Auto zu sitzen und es zu fahren", so Komatsu.

"All das in dieser fantastischen Umgebung, dem Festival of Speed, zu erleben, ist ein echtes Privileg."



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