Spekulationen rund um Max Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase befinden sich bereits seit dem Ende des Jahres 2025 im Umlauf. Bislang bewahrheiteten sich diese nicht, und der Brite mit italienischer Abstammung hält nach wie vor die Fäden am Funk des Niederländers bei Red Bull Racing in der Hand. Außerdem ist er als Head of Racing bei Red Bull tätig. Doch diese Partnerschaft hat ein Ablaufdatum.

Wie Erik van Haren vom niederländischen Telegraaf berichtet, ist der Abschied von Lambiase nach dem Auslaufen von dessen Vertrag bei den Bullen bereits fixe Sache. Die Meldung besitzt vor allem deshalb viel Gewicht, da van Haren vor allem im Lager von Verstappen bei Red Bull gut vernetzt ist.

Gianpiero Lambiase auf dem Weg zu McLaren

Lambiase verfügt derzeit noch über einen gültigen Vertrag bei Red Bull Racing bis zum Ende der Formel-1-Saison 2027. Sein Abgang würde also erst zu Beginn von 2028 erfolgen. Gleich drei F1-Teams setzten in den letzten Monaten alles daran, den hochdekorierten Ingenieur für sich zu gewinnen. Dabei handelt es sich um Williams, Aston Martin und McLaren. Das Team aus Woking scheint das Rennen gemacht zu haben. Meldungen gab es darüber schon früher aus der holländischen Presse, jetzt bestätigte das auch der Telegraaf mit Bezug auf mehrere anonyme Quellen.

Lambiase würde damit auf Rob Marshall und Will Courtenay folgen, die beide aus Milton Keynes kamen. Der ehemalige Red-Bull-Strategiechef Courtenay wechselte im Winter zu dem aktuellen Weltmeister-Team, wo er nun als Sportdirektor tätig ist. Marshall hingegen kam Anfang 2024 bei McLaren an, und ist nun bei der Papaya-Truppe als Chefdesigner Teil der Erfolgsmannschaft.

Andrea Stella vor Ferrari-Wechsel?

Für Lambiase soll der Wechsel mit einem enormen Gehaltsplus einhergehen. Die Rede ist davon, dass er bei McLaren ein Vielfaches seines Red-Bull-Gehaltes verdienen wird. Wirklich pikant könnte deshalb die Frage werden, für welche Position Lambiase bei McLaren eingeplant ist, dass McLaren bereit ist, solche enormen Gehälter zu zahlen.

Denn unbestätigten Gerüchten zufolge könnte noch ein zweiter prominenter Personal-Umsturz folgen. Andrea Stella, der als zentraler Baumeister für den Wiederaufstieg zu den Spitzenteams und den Erfolgslauf der letzten Jahre gilt, wird langfristig mit einer Rückkehr zu Ferrari in Verbindung gebracht. Bei der Scuderia war er 15 Jahre lang tätig gewesen und hatte unter anderem als Renningenieur für Kimi Räikkönen und Fernando Alonso fungiert, ehe er 2015 mit dem Spanier zu McLaren gewechselt war, und dort die Formel-1-Karriereleiter nach oben kletterte.

Lambiase könnte als Nachfolger für den hoch im Kurs stehenden Italiener aufgebaut werden oder eine andere zentrale Funktion in der Teamführung einnehmen. Laut Meldungen, unter soll er als rechte Hand von Stella eingeplant sein, wie unter anderem die BBC berichtet. Demnach soll aber laut McLaren-Insider nichts an den Ferrari-Wechselgerüchten von Stella dran sein.

Eine simple Rolle als Renningenieur für Lambiase gilt als ausgeschlossen. Er pflegt nicht nur von Berufswegen her eine enge Verbindung zu Max Verstappen, den er seit dessen Wechsel ins Topteam der Bullen am Funk begleitet hatte. Lambiase kündigte in der Vergangenheit bereits einmal an, dass er sich nicht vorstellen könne, jemals für einen anderen Fahrer als den Niederländer als Renningenieur tätig zu sein.

Gianpiero Lambiase ist einer der berühmtesten Renningenieure in der Formel 1. Wer sind die anderen Renningenieuere der aktuellen F1-Piloten? Hier findet ihr alle Namen in der Übersicht: