Seit dem Ende der Formel-1-Saison 2025 gab es zahlreiche Gerüchte rund um Gianpiero Lambiase. Laut diesen befinde sich der Renningenieur von Max Verstappen auf dem Sprung zu einem Konkurrenz-Team. Vor allem Aston Martin wurde dabei mehrmals genannt, dort würde Lambiase mit Aussicht auf eine höhere Position hingelockt, so die Gerüchte.

Die Meldungen wurden auch durch seine sehr emotionale Reaktion nach dem Ende des letzten Formel-1-Rennens der vergangenen Saison angeheizt. Doch an einem Wechsel von Lambiase ist wohl nichts daran. Jedenfalls nicht in den nächsten zwei Jahren. Das geht aus einer Meldung von Erik van Haren des niederländischen 'Telegraaf' hervor, der im Verstappen-Lager sehr gut vernetzt ist.

Kein Abschied von 'GP': Verstappen-Renningenieur hat Vertrag bei Red Bull

Laut diesem Bericht verfügt Lambiase bei Red Bull Racing noch über einen Vertrag bis zum Ende der Formel-1-Saison 2027. Und nicht nur das. Der Italiener, der 2024 zum Head of Racing bei Red Bull befördert worden war, bleibt auch weiterhin Renningenieur von Verstappen. Damit werden ebenfalls Gerüchte beendet, in denen von einem Wechsel an dieser Position die Rede gewesen war.

Lambiases emotionales Auftreten nach dem Abu-Dhabi-GP 2025 liegt vielmehr an privaten Gründe, wie schon Red Bull betont hatte. Im Laufe der vergangenen Saison hatte der Italiener deshalb unter anderem zwei Rennen verpasst.

Lambiase ist seit dem Aufstieg von Verstappen zum Bullenteam 2016 als Renningenieur des Niederländers tätig und war damit auch bei den vier WM-Titeln des derzeitigen Vize-Weltmeisters ein wichtiger Baustein in dessen Erfolgslauf. Verstappen selbst betonte gerne die hohe Bedeutung, die Lambiase für ihn genießt.

Max Verstappen verliert drei Ingenieure

Bei Red Bull sorgt die Meldung nach einer unruhigen Zeit für wenigstens etwas Beruhigung. Denn in den letzten beiden Jahren hatte das zuvor dominante Team in der Königsklasse eine Reihe bedeutender Abschiede zu vermelden gehabt. Das Aus von Christian Horner als Teamchef im Sommer 2025, sowie der Abgang von Adrian Newey ein Jahr zuvor, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Der ehemalige RBR-Sportdirektor Jonathan Wheatley ging zu Sauber und mit dem Jahreswechsel hat auch Red Bulls Strategieleiter Will Courtenay das Team verlassen.

Kurz nach dem Saisonende 2025 war zudem das Aus von Dr. Helmut Marko bekanntgegeben worden, der seit dem Einstieg der Energy-Drink-Marke in der Königsklasse für diese tätig gewesen war und dem zuletzt als engen Gefährten von Verstappen eine wichtige Funktion zugekommen ist.

Auch im direkten Team des Niederländers gab es einiges an Unruhe. Der ehemalige Verstappen-Chefmechaniker Lee Stevenson war schon 2024 zu Audi abgewandert. Mit David Mart und Michael Manning verabschiedeten sich zwei seiner Ingenieure von Red Bull und nach 2026 soll zudem Verstappens Performance-Ingenieur Tom Hart zu Williams wechseln.

Max Verstappen behält 2026 seinen Renningenieur, was sich aber ändert ist seine Startnummer. Mit dieser Zahl am Auto fährt die ehemalige Nummer 1 in dieser Saison: