Red Bull verliert vor dem Beginn der Formel-1-Saison 2026 einen wichtigen Erfolgsträger. Will Courtenay, der bisher die Strategie-Abteilung der Bullen geleitet hatte, wechselt nämlich kurz nach dem Jahreswechsel zu McLaren, wie er selbst in einem Social-Media-Post verkündete.
Der Abschied kommt nicht unerwartet, höchstens das Timing überrascht. Denn, dass Courtenay Red Bull in Richtung McLaren verlassen wird, war bereits seit 2024 klar. Allerdings banden ihn seine vertraglichen Verpflichtungen und auch seine Sperrklausel bislang noch an das österreichisch-britische Team, das ihn nur ungern früher ziehen lassen wollte.
Will Courtenay geht zu McLaren: Seit der Gründung war er bei Red Bull
Eigentlich wurde damit gerechnet, dass Courtenay erst Mitte 2026 den Umstieg nach Woking antreten wird, doch offenbar einigten sich die beiden Formel-1-Topteams nun vorab und ermöglichten ihm somit einen direkten Wechsel in der Winterpause. Bei McLaren übernimmt der Brite den Posten als Sportdirektor und bekommt somit einen breiteten Aufgabenbereich als er bisher bei den Bullen zu verantworten hatte.
In Milton Keynes war Courtenay seit 2010 als Strategie-Leiter aktiv gewesen, nachdem er in den Jahren zuvor einen Aufstieg innerhalb der Strategie-Abteilung hingelegt hatte. Er war nicht nur seit dem Anbeginn des Formel-1-Teams von Red Bull dort aktiv, sondern hatte seinen Einstieg in die Königsklasse sogar schon 2003 bei Vorgänger-Team Jaguar hingelegt.
"Nach 22 Jahren mit Red Bull Racing, die letzten 15 davon als Leiter für Rennstrategie, freue ich mich zu sagen, dass ich nun eine neue Herausforderung angehe", verkündete Courtenay den Wechsel und führte weiter aus: "Ich möchte mich bei allen bedanken, mit denen ich bei Red Bull gearbeitet habe. Ich habe so viele großartige Freunde dort und ich hoffe, dass ich noch immer viele von euch im Paddock sehen werde. Es waren unglaubliche zwei und ein bisschen Jahrzehnte."
Nach Horner und Marko: Nächstes Red-Bull-Urgestein weg
Courtenay ist nicht das erste Red-Bull-Urgestein, das sich in der jüngeren Vergangenheit vom sechsfachen Weltmeister-Team verabschiedete. Teamchef Christian Horner wurde im Sommer als Reaktion auf den sportlichen Rückfall und anhaltende teaminterne Unruhe gefeuert. Stardesigner Adrian Newey hatte Red Bull 2024 in Richtung Aston Martin verlassen und ist inzwischen dort Teamchef.
Auch der Abschied von Dr. Helmut Marko, der seit 2005 im Formel-1-Projekt der Energy-Drink-Marke tätig war, wurde kurz nach dem Ende der abgelaufenen F1-Saison verkündet. In den letzten Wochen intensivierten sich außerdem Gerüchte über einen potenziellen Aston-Martin-Wechsel von Gianpiero Lambiase, der bislang Renningenieur von Max Verstappen gewesen ist. Diese Meldungen bestätigten sich bisher nicht.



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