Nicht nur in der Formel 1 ist das Thema Nachhaltigkeit nicht mehr wegzudenken. Auch die anderen großen Rennserien haben ihren Fokus ganz klar auf einen nachhaltigeren Motorsport gerichtet.
+++ Nachhaltiger Motorsport – Aktuelle News +++

MissionH24 und AVL treiben Wasserstoff-Rennwagen voran
Hankook wird FIA-Globalpartner für nachhaltige Innovation

Über 14.000 DTM-Rennrunden zugunsten der b.waterMISSION
Fahrer, Teams und Besucher können an allen Rennwochenenden dank 65 BWT-Wasserspendern kostenlos bestes, lokales, mineralisiertes BWT-Wasser genießen - ganz ohne Einwegplastik- und Glasflaschen. Seit dem Start des Projekts im Rahmen des ADAC GT Masters 2021 konnten bislang mehr als 1,4 Millionen Flaschen eingespart, knapp 440.000 davon allein in diesem Jahr.
100. FIA WEC Rennen mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Nachhaltiger Treibstoff für Britische Kart-Meisterschaft
"Kartfahren spielt eine wichtige Rolle für die Zukunft unseres Sports, da es jungen Fahrern eine starke Grundlage für ihren Aufstieg bietet. Es ist großartig zu sehen, welche Arbeit unser Team mit nachhaltigen Kraftstoffen in der Formel 1 leistet, und ich freue mich, dass dieses Bestreben nun auch auf die Basis in der Britischen Kart-Meisterschaft ausgeweitet wird", sagte George Russell

IAA Mobility 2025 in München: Vierfacher F1-Champion als Headliner

Le Mans 24h: Hydrogen Village begeistert Fans abseits der Strecke

Nachhaltigkeit in der MotoGP: Racing for the future
Während die Formel 1 bereits 2026 ein neues Regelwerk einführt, ändert die MotoGP ihr technisches Reglement umfassend erst 2027 – mit dem klaren Ziel, die Königsklasse des Motorradrennsports sicherer, nachhaltiger und spektakulärer zu machen. Die neuen Bikes sollen effizienter werden, sich stärker an Serienfahrzeugen orientieren und durch mehr Überholmanöver für zusätzliche Spannung sorgen.
Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist der vollständige Umstieg auf nachhaltigen Kraftstoff. Seit 2024 fährt die MotoGP mit einem Treibstoff, der zu 40 Prozent aus nachhaltigen Komponenten besteht. Ab 2027 kommt ausschließlich 100 % nachhaltiger Kraftstoff zum Einsatz. Zusätzlich wird der Tankinhalt von 22 auf 20 Liter reduziert; in Sprint-Rennen dürfen nur maximal 11 Liter verwendet werden.
FIM-Präsident Jorge Viegas erklärt: "Wir hoffen, dass wir bis 2027 völlig kohlenstofffreie Kraftstoffe in unseren Wettbewerben haben werden. Damit wollen wir den Weg weisen und zeigen, dass wir – auch wenn der Rennsport nur einen kleinen Teil der Emissionen ausmacht – die Führenden dieses Wandels sein müssen."
Bereits 2024 rief die Dorna die Initiative "Racing for the future" ins Leben. Diese beruht auf drei Säulen: Umwelt (Planet), soziale Verantwortung (People) und langfristige Wirkung (Legacy). "Die konsolidierte nicht-finanzielle Erklärung für das Jahr 2024 verdeutlicht unseren ganzheitlichen ESG-Ansatz", betonte Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta.

Nachhaltigkeitsstrategie der WEC: Race to 2030
Bis spätestens 2030 will die WEC klimaneutral agieren. Die Weichen dafür sind längst gestellt: Seit 2022 setzen alle Rennfahrzeuge auf den vollständig erneuerbaren Kraftstoff Excellium Racing 100. Damit konnten die CO₂-Emissionen der Boliden bereits um 65 % gesenkt werden.
Reifenpartner Michelin entwickelte parallel einen besonders langlebigen Reifen, der im Rennen seltener gewechselt werden muss. Weniger Reifensätze bedeuten geringeren Ressourcenverbrauch – von der Produktion bis zum Recycling.
Ein Meilenstein: Mission H24, ein Joint Venture des ACO (Automobile Club de l'Ouest) und des H24Projects, treibt seit 2018 die Integration von Wasserstofftechnologie in den Langstreckensport voran. Dabei entstehen Wasserstoff-Prototypen für Le Mans und die WEC. Zudem hat Michelin für den Wasserstoff-Rennprototypen einen Reifen entwickelt, der zu 63 % aus nachhaltigen Materialien besteht.

Nachhaltigkeitskonzept des ADAC: Grüne Offensive
In der Saison 2025 setzt die DTM auf einen neuen Slickreifen von Exklusivpartner Pirelli. Das Besondere am neuen Pirelli P Zero DHG" ist, dass Komponenten des Reifens aus FSC-zertifiziertem Naturkautschuk bestehen. Das FSC-Siegel garantiert, dass der Kautschuk entlang der gesamten Lieferkette nicht mit nicht-zertifizierten Materialien vermischt wird.
Mit der Einführung eines klimafreundlichen Treibstoffes aus dem Labor reagierte die DTM 2025 auf aktuelle Notwendigkeiten. Auch Motorsport-Serien stehen immer mehr unter dem Druck, sinnvolle Konzepte für die Nachhaltigkeit zu präsentieren. Synthetischer Sprit hergestellt aus grüner Energie gilt als willkommene Maßnahme. Als Lieferanten für den Sprit hat die DTM das britische Unternehmen Coryton gewonnen, das große Motorsport-Expertise aufweist.
Das Nachhaltigkeitsprogramm der DTM umfasst auch die Plastikmüll-Reduzierung durch eine Kooperation mit dem Wassertechnologieunternehmen BWT – eine Initiative, die bereits 2021 im ADAC GT Masters gestartet wurde. Ein weiteres Highlight: Seit 2023 fährt im Rahmenprogramm der DTM der vollelektrische NXT Gen Cup. Die Rennserie setzt auf bis zu 230 PS starke LRT NXT1, die auf dem Mini Cooper SE basieren. Damit zeigt die Nachwuchsserie eindrucksvoll, wie sich elektrischer Rennsport und packende Action vereinen lassen.
Klimafreundliche Formel 1: Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Formel 1 gesetzt hat. 2030 will die Königsklasse die CO2-Emissionen auf netto Null gesenkt haben. So weit ist die Königsklasse auf dem Weg zur Klima-Neutralität:

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