Seit 2019 ist Charles Leclerc Teil der Ferrari-Familie und daran wird sich auch in naher Formel 1-Zukunft nichts ändern. Vor seinem Heim-Grand-Prix in Monaco gibt die Scuderia die vorzeitige Vertragsverlängerung bekannt.
Wie üblich wird nicht im Detail kommuniziert, wie lange der neue Kontrakt läuft. Allerdings heißt es in der offiziellen Pressemitteilung, dass Leclerc auch in den "kommenden Saisons die Farben des Teams vertreten wird". Somit kann man von einem mehrjährigen Vertrag ausgehen.
"Ich könnte nicht glücklicher sein, diesen Weg mit Ferrari fortzusetzen. Ferrari-Fahrer zu sein, ist ein Traum - aber auch eine Verantwortung, die ich niemals als selbstverständlich betrachte. Ich werde weiterhin alles geben, um dieses Team dorthin zurückzubringen, wo es hingehört: ganz nach oben", erklärte Leclerc.
Auf den Spuren von Michael Schumacher
Seine Verbindung zu Ferrari geht tief. Bereits als Kind träumte er davon, für die Italiener in der Königsklasse des Motorsports an den Start zu gehen. 2016 war es so weit: Leclerc wurde in die Ferrari Driver Academy aufgenommen, fuhr danach für Haas und Sauber in der Formel 1. Anfang 2019 stieß er zu Ferrari und hat sich seitdem zu einer zentralen Figur innerhalb des Teams entwickelt.
Mit gerade einmal 28 Jahren ist er bereits der Ferrari-Fahrer mit den zweitmeisten F1-Starts (154) - lediglich Rekordchampion Michael Schumacher liegt in dieser Statistik noch vor ihm. Durch die Vertragsverlängerung wird er wohl auch den Rekord von Schumacher knacken: Um alleiniger Spitzenreiter zu werden, fehlen ihm noch 26 Starts. Diese Marke könnte er Stand jetzt beim achten Saisonlauf 2027 erreichen.
"Dieses Team war für mich immer so viel mehr als nur ein Rennstall. Es ist das Team, das ich seit meiner Kindheit liebe und von dem ich geträumt habe, eines Tages ein Teil davon zu sein. Nach all den Jahren ist es zu einer zweiten Familie geworden", schwärmt Leclerc. "Gemeinsam haben wir unglaubliche Momente erlebt, aber auch schwierigere Zeiten durchgestanden. Dennoch glaube ich heute mehr denn je an dieses Team und bin zutiefst dankbar, dass wir Seite an Seite für unser Ziel kämpfen werden, die Weltmeisterschaft nach Maranello zurückzubringen."
F1-Experte: Mit Red Bull oder McLaren schon erfolgreicher?
In seiner bisherigen Zeit bei Ferrari konnte Leclerc acht Siege, 44 weitere Podestplätze und 27 Pole Positions einfahren. Nur zum WM-Titel hat es bisher nicht gereicht, was laut F1-Experte Christian Danner an dem schwächelnden Ferrari-Boliden liegt. "Ein Leclerc, der jahrelang bei Red Bull oder bei McLaren gefahren wäre: Der hätte sicherlich schon ein paar größere Erfolge zu vermelden in seiner Karriere", ist Danner überzeugt.
Entsprechend war für Teamchef Fred Vasseur die Vertragsverlängerung ein logischer Schritt. "In den vergangenen Saisons haben wir erlebt, wie er nicht nur zu einem der stärksten Fahrer der Formel 1 gereift ist, sondern auch zu einer Persönlichkeit, die vollkommen mit dem Team und allem, wofür Ferrari steht, verschmolzen ist. Wir schätzen sein Talent, wir bewundern seine Entschlossenheit und die Art und Weise, wie er jeden Tag mit den Menschen in der Scuderia arbeitet - sowohl auf als auch neben der Strecke", betonte Vasseur.
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