Keine Sensation für Mick Schumacher beim Qualifying der IndyCar-Serie in Nashville, Tennessee: Nach einem schwierigen Training für sein Rahal-Letterman-Lanigan-Team belegten die Boliden des Teams auch bei der Qualifikation für das Rennen am Sonntag (ab 23:30 Uhr deutscher Zeit) nur die hinteren Plätze. Immerhin: Auf Platz 16 konnte Schumacher seine beiden Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal hinter sich lassen.
Bei dem Qualifying-Format, bei dem die durchschnittliche Geschwindigkeit aus zwei aufeinander folgenden schnellen Runden über die Startposition entscheidet, erreichte Schumacher letztlich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 194,8 Meilen pro Stunde (313,5 km/h). Foster brachte es mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 312,3 km/h zu Startplatz 20.
Albtraum für Teamkollege von Mick Schumacher
Einen Albtraum gab es währenddessen für seinen zweiten Teamkollegen Graham Rahal. Dieser bekam vor seinen vorgesehenen schnellen Runden sein Fahrzeug nicht innerhalb des maximalen Zeitfensters in Gang bringen und konnte somit auch keine Runde absolvieren. Am Funk beschwerte sich der Sohn von Team-Co-Besitzer Bobby Rahal über fehlenden Benzindruck bei seinem Boliden.
Schumacher bestreitet an diesem Wochenende erst das zweite Rennwochenende mit seinem neuen Renningenieur – bereits der vierte in seiner ersten IndyCar-Saison. Zudem ist der ehemalige Formel-1-Pilot an diesem Wochenende durch einen neuen Sponsor erstmals in einem weiß-grün lackierten Boliden unterwegs.

Pole für Meisterschaftsverfolger Kyle Kirkwood
Die Pole ging währenddessen an Kyle Kirkwood im Andretti-Boliden, der bereits die bislang einzige Trainings-Session des Wochenendes angeführt hatte. Der US-Amerikaner benötigte für seine zwei gezeiteten Runden insgesamt 47,548 Sekunden und legte damit durchschnittlich 316,8 km/h an den Tag. Für Kirkwood, der in der Gesamtwertung aktuell den zweiten Platz belegt, ist es bereits die zweite Pole auf dem Nashville Superspeedway nach 2024 und seine vierte in der IndyCar-Serie überhaupt.
Rang zwei ging an Josef Newgarden (Team Penske), der für seine zwei Runden nur 0,050 Sekunden länger benötigte. Scott McLaughlin im zweiten Penske, der Meisterschaftsführende Alex Palou (Chip Ganassi Racing) und Scott Dixon (Chip Ganassi Racing) schlossen die Top-5 ab.
Enttäuschung für McLaren, Penske-Pilot nach Trainings-Crash nicht am Start
Alexander Rossi (Ed Carpenter Racing) platzierte sich als Sechster direkt vor seinem Teamkollegen Christian Rasmussen. Der achte Rang ging derweil an Marcus Armstrong im Honda-Boliden von Meyer Shank Racing. Rinus VeeKay (Juncos Hollinger Racing) und Ex-Formel-1-Pilot Marcus Ericsson im Andretti komplettierten die Top-10. Eine Enttäuschung blieb das Qualifying für Top-Team Arrow McLaren, von deren drei Autos keines unter die ersten zehn fuhr. Platz zwölf für Pato O’Ward blieb das höchste der Gefühle.
Nicht am Qualifying teil nahm der Meisterschaftsvierte David Malukas (Team Penske), nachdem er im ersten Training zuvor am Samstag heftig verunfallt war. Nachdem Malukas im Anschluss kurzzeitig sogar im naheliegenden Krankenhaus behandelt wurde, spielte Penske laut Medienberichten zuweilen mit der Idee, statt Malukas Routinier Conor Daly schon ab dem Qualifying für den Rest des Wochenendes ins Cockpit zu setzen.

Da jedoch wohl durchaus noch die Möglichkeit besteht, dass Malukas für das Rennen fit wird, konzentrierte sich das Team stattdessen darauf, das Auto noch besser wieder für den nächsten Einsatz vorzubereiten. Die Entscheidung darüber wird spätestens bis zur finalen Trainings-Sitzung später am Samstag (ab 00:00 Uhr deutscher Zeit) fallen. Dies wäre nämlich die letzte Gelegenheit, statt Malukas noch Daly als Ersatzfahrer durch einen Einsatz startberechtigt zu machen.
IndyCar Nashville 2026: Ergebnis Qualifying
| Pos. | Fahrer | Gesamt-Zeit (2 Runden) | Geschwindigkeits-Schnitt |
|---|---|---|---|
| 1 | Kyle Kirkwood | 0:47.548 | 316,80 km/h |
| 2 | Josef Newgarden | 0:47.599 | 316,46 |
| 3 | Scott McLaughlin | 0:47.733 | 315,57 |
| 4 | Alex Palou | 0:47.742 | 315,51 |
| 5 | Scott Dixon | 0:47.803 | 315,11 |
| 6 | Alexander Rossi | 0:47.837 | 314,89 |
| 7 | Christian Rasmussen | 0:47.856 | 314,76 |
| 8 | Marcus Armstrong | 0:47.858 | 314,75 |
| 9 | Rinus VeeKay | 0:47.893 | 314,52 |
| 10 | Marcus Ericsson | 0:47.904 | 314,45 |
| 11 | Santino Ferrucci | 0:47.918 | 314,36 |
| 12 | Pato O'Ward | 0:47.962 | 314,07 |
| 13 | Nolan Siegel | 0:48.013 | 313,74 |
| 14 | Will Power | 0:48.042 | 313,55 |
| 15 | Caio Collet | 0:48.042 | 313,54 |
| 16 | Mick Schumacher | 0:48.045 | 313,52 |
| 17 | Felix Rosenqvist | 0:48.047 | 313,51 |
| 18 | Kyffin Simpson | 0:48.159 | 312,78 |
| 19 | Christian Lundgaard | 0:48.226 | 312,35 |
| 20 | Louis Foster | 0:48.227 | 312,34 |
| 21 | Sting Ray Robb | 0:48.398 | 311,24 |
| 22 | Romain Grosjean | 0:48.601 | 309,94 |
| 23 | Dennis Hauger | 0:48.693 | 309,35 |
| 24 | David Malukas | - | - |
| 25 | Graham Rahal | - | - |


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