Nach Monaten unbestätigter Gerüchte sickerte am Donnerstagvormittag aus verlässlichen Quellen durch, dass der Abschied von Max Verstappens Formel-1-Renningenieur GianPiero Lambiase bei Red Bull nun tatsächlich Gestalt annimmt, und zwar in Form eines Wechsels zu McLaren. Nur wenige Stunden nachdem dieses Geheimnis publik wurde, meldeten sich nun auch die beiden Teams zu Wort.
Sowohl Red Bull als auch McLaren bestätigten, dass Lambiase 2028 vom Verstappen-Team zu den derzeit amtierenden Weltmeistern wechseln wird. Red Bull äußerte sich in einer drei Absätze langen Pressemitteilung und bestätigte, dass Lambiase seinen aktuell laufenden Vertrag noch erfüllen wird, ehe er das Team aus Milton Keynes verlassen wird. Er wird bis dahin weiterhin als Renningenieur des Niederländers tätig sein sowie seine Rolle als Head of Racing ausführen.
Diesen Posten bekommt GianPiero Lambiase bei McLaren
Bei McLaren wird Lambiase 2028 die Rolle als Chief Racing Officer übernehmen und damit direkt Teamchef Andrea Stella unterstellt sein. Damit übernimmt er eine Reihe an Aufgaben, welche bislang der Teamleiter selbst ausgeführt hatte. Was sich konkret dahinter versteckt, ist nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass es sich um Aufgaben bei den Abläufen direkt an der Strecke handelt.
Es war schon länger bekannt, dass der Vertrag von Lambiase bis Ende 2027 läuft. In den letzten Monaten bemühten sich eine Reihe an Teams um die Dienste des engen Vertrauten von Vierfach-Weltmeister Verstappen. Darunter auch Williams oder Aston Martin.
Dass letztendlich McLaren das Rennen macht, liegt wohl nicht nur daran, dass die Papayas ihm ein Angebot unterbreitet haben sollen, welches ein Vielfaches seines aktuellen Gehalts umfasst, sondern auch an den Strukturen in Woking. Dort befinden sich mit Chefingenieur Rob Marshall und mit Sportdirektor Will Courtenay zwei ehemalige Red-Bull-Mitarbeiter, die beide erst vor Kurzem den Wechsel vollzogen. Marshall ist seit Anfang 2024 bei McLaren tätig, Courtenay seit dem Jahreswechsel.
McLaren widersetzt sich Ferrari-Gerüchten: Stella hat langfristigen Vertrag
Diese beiden Namen werden auch in der McLaren-Bekanntgabe von Lambiases Wechsel hervorgestrichen: "Die Fähigkeit des Teams, Spitzenkräfte wie Lambiase sowie zuvor Rob Marshall und Will Courtenay zu gewinnen und an sich zu binden, ist, neben der Bindung und Beförderung hochbegabter Mitarbeiter, die bereits zum Team gehören, ein Beleg für die strategische Vision und die Kultur, die im McLaren F1 Team unter der Führung von Zak Brown und Andrea Stella, untrennbar miteinander verbunden sind."
McLaren betonte in der Bekanntgabe auch und wohl nicht ganz zufällig, dass sowohl CEO Zak Brown als auch Stella über langfristige Verträge bei der Mannschaft verfügen. Denn es hatten gemeinsam mit den Meldungen rund um Lambiase auch Gerüchte die Runde gemacht, dass Teamchef Stella möglicherweise wieder zu Ferrari wechseln könnte. Diese Gerüchte will das Team damit wohl in den Wind schlagen.
Was bedeutet der Lambiase-Abschied für Max Verstappen?
Ob dieser Personalwechsel einen Einfluss auf die Zukunft von Max Verstappen haben könnte, oder gar als Hinweis auf dessen weiteren Weg verstanden werden könnte, kann derzeit nur gemutmaßt werden. Der Champion von 2021 bis 2024 ist ein enger Vertrauter von Lambiase und sein Vertrag bei Red Bull Racing läuft eigentlich bis Ende 2028.
Ausstiegsklauseln würden es ihm bei der derzeitigen sportlichen Verfassung des Teams aber ohnehin wohl erlauben, bereits früher das Team zu verlassen. Verstappen selbst machte in den letzten Monaten deutlich, dass ihm die aktuelle Formel 1 keinen Spaß macht und ein Abschied schon Ende 2026 denkbar sei.



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