Nach dem Formel-1-Wochenende in Japan hielt Reifenhersteller Pirelli auf der Strecke in Suzuka noch Testfahrten ab. Diese gingen am Dienstag und Mittwoch über die Bühne und wurden von den beiden Red-Bull-Teams durchgeführt. Für Rookie Arvid Lindblad verlief der Test aber alles andere als nach Plan. Der Brite zerlegte am Dienstag seinen Racing Bull und musste aus seinem Auto aussteigen.

Bei schwierigen Bedingungen bekam er aufgrund von stehendem Wasser auf Intermediates Aquaplaning und schlug deshalb mit der Front in der Streckenbegrenzung ein. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten, dass der Frontflügel am Racing Bull abgebrochen war und Lindblad aus dem Auto aussteigen musste. Kurioserweise ist es nicht der erste Test-Abflug von Lindblad in diesem Jahr. Bereits beim Shakedown der Racing Bulls im Januar in Imola landete er bei ebenfalls schwierigen Wetterbedingungen im Kies.

Bei den Testfahrten in Suzuka stehen vor allem die Regenreifen von Pirelli im Fokus. Die Racing Bulls absolvierten in Summe 116 Runden, also umgerechnet etwa 677 Kilometer. Dabei kam Lawson am Dienstag auf 65 Runden und Lindblad am Mittwoch trotz seines Unfalls auf 51 Umrundungen.

Pirelli nutzt die fünfwöchige Pause zwischen Japan und Miami, welche durch die Absagen der beiden Nahost-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien entstanden ist, für Testarbeit. Ursprünglich waren Regenreifen-Tests am 28. Februar und 1. März in Bahrain geplant gewesen, allerdings mussten diese aufgrund des zeitgleich beginnenden Krieges in der Region kurzfristig abgesagt werden.

F1-Reifentest in Suzuka: Max Verstappen fährt lieber auf dem Nürburgring

Lindblad teilte sich bei dem Test in Suzuka sein Auto mit Teamkollege Liam Lawson. Der Red Bull wurde von Isack Hadjar gesteuert, während sich Gerüchte um einen Einsatz von Ersatzfahrer Yuki Tsunoda nicht bestätigten. Max Verstappen blieb den Testfahrten fern. Der Niederländer, der derzeit mit den Formel-1-Autos keinen Spaß hat, saß stattdessen schon am Dienstag wieder auf der Nürburgring-Nordschleife in seinem Mercedes AMG GT3, um sich auf das 24-Stunden-Rennen im Mai vorzubereiten.

Verstappen wird aller Voraussicht nach bei den 24h-Qualifiers am 18./19. April die F1-Pause für erneute NLS-Renneinsätze auf der Nordschleife nutzen. Der Nürburgring ist übrigens auch die nächste Station für Pirelli. Mitte April geht ein Formel-1-Reifentest mit McLaren in der Eifel über die Bühne.