Wie am Dienstag berichtet, gingen die Racing Bulls in Imola mit dem VCARB03 erstmals auf die Strecke. Da der Shakedown laut Reglement auf 15 Kilometer begrenzt ist, konnten Liam Lawson und Arvid Lindblad auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari nicht wirklich Erfahrungen sammeln. Trotzdem wird sich der Formel 1-Rookie seine erste Ausfahrt vermutlich anders vorgestellt haben.

Arvid Lindblad verlor auf nasser Strecke die Kontrolle über das Auto und rutschte in der Villeneuve-Schikane von der Strecke. Der VCARB03 wurde mit einem Lkw geborgen und in die Box zurückgebracht. Am Mittwoch geht es zurück auf die Strecke – dieses Mal für Filmaufnahmen. Insgesamt dürfen die beiden Racing Bulls-Piloten maximal 200 Kilometer absolvieren, die sie frei untereinander aufteilen können. Pirelli liefert spezielle Reifen, damit keine Rückschlüsse auf die Performance gezogen werden können.

Während in der abgelaufenen Saison gleich sechs Rookies an den Start gingen, ist Lindblad dieses Jahr der einzige F1-Neuling. Der 18-Jährige wird bereits seit seinen Kartzeiten von Red Bull unterstützt und gilt als absolutes Toptalent. Lindblad kletterte die Karriereleiter im Eiltempo nach oben. Er fuhr 2023 eine volle Saison in der Formel 4, ehe er in die Formel 3 aufstieg. Von dort ging es nach einer Saison direkt in die Formel 2, allerdings konnte er 2025 in der Nachwuchsklasse nicht um den Titel mitfahren.

Racing Bulls setzen auf Pushrod

Noch spannender als die Performance von Lindblad ist das Aussehen des Boliden beim Test in Imola. Auf den Bildern fielen einige Details auf, wobei an dieser Stelle in aller Deutlichkeit erwähnt werden muss, dass sich das Auto bis zum Saisonstart noch stark verändern wird. Die Lackierung ist unverändert zu der auf den Showcars beim Launch in Detroit. Bei der Vorderradaufhängung scheint sich der Trend zu bestätigen, dass die Teams bei der neuen Fahrzeuggeneration auf Pushrod setzen.

Auch bei der Hinterradaufhängung setzten die Ingenieure auf Pushrod – anders als beispielsweise Haas, die hinten auf Zugstreben (Pullrods) setzen. Die Kühleinlässe im Seitenkasten ähneln den Konzepten aus dem Vorjahr. Diese werden jedoch durch den Luftstrom über der Kopfstütze des Fahrers ergänzt. Die Zeiten, in denen dieser Bereich ein einfacher Motorlufteinlass war, sind wohl vorbei. Das offizielle Rennstrecken-Debüt gibt der VCARB03 beim Test in der kommenden Woche in Barcelona. Alle Infos zu den drei Testfahrten gibt's hier: