BMW hat sich im letzten Moment die Bestzeit im 3. Training zu den 24 Stunden von Le Mans (13.-14. Juni 2026) geschnappt. Der Belgier Dries Vanthoor brannte zum Ende der dreistündigen Session eine 3:23.302 in den trockenen Asphalt und erscheint damit bestens vorbereitet für das heutige Hyperpole-Qualifying (20:00-22:00 Uhr). Später am Abend fahren die Hypercars, LMP2 und LMGT3 die finalen Startplätze für das 24h-Rennen aus.
Vanthoor stürmte in den letzten zehn Minuten erstmals in die Top-3 und sprengte das Cadillac-Trio, nachdem der US-Hersteller über lange Zeit eine Dreifachführung etabliert hatte. Drei Minuten vor dem Ende legte der belgische BMW-Werksfahrer noch einmal nach und übernahm die Spitze in der Zeitenliste.
24h Le Mans: Training nach Unfall unterbrochen
WEC-Debütant Victor Martins gönnte sich in den Schlussminuten ebenfalls eine schnelle Runde und führte den #36 Alpine zum zweiten Rang. Dem Franzosen fehlten 0,423 Sekunden zu Spitzenreiter Vanthoor. Auf P3 hielt sich Will Stevens im #12 Jota-Cadillac - der frühere Formel-1-Fahrer hatte zu Beginn des Trainings die Führung übernommen und stundenlang die Spitze verwaltet, während die Teams ihre Rennvorbereitungen fortsetzten.
Das Training wurde 25 Minuten vor dem Ende mit roten Flaggen unterbrochen: Der Brasilianer Daniel Schneider war mit seinem #222 United-Autosports-LMP2 in der Ford-Schikane von der Strecke abgekommen und in die Reifenstapel geknallt. Um die Streckenbegrenzung sicher reparieren zu können, entschied sich Rennleiter Eduardo Freitas für eine kurze Unterbrechung. Amateur-Fahrer Schneider gab zügig Entwarnung, während das Auto abgeschleppt wurde.
Weitere Dramen blieben in der dreistündigen Session aus. Zahlreiche LMP2-Boliden fanden sich im Verlauf des Trainings jedoch neben der Strecke wieder, darunter der Österreicher Horst Felix Felbermayr, der mit seinem #44 Proton-LMP2 einen Einschlag nicht vermeiden konnte.
Wo waren Ferrari, Toyota und Co. im Training?
Der zweite BMW landete mit acht Zehntelsekunden Rückstand auf dem vierten Platz. Dahinter folgten auf den Positionen fünf bis acht: der #17 GMR-001 von Genesis Magma Racing, der #38 Jota-Cadillac, der zweite Alpine A424 und der #101 Cadillac der IMSA-Gaststarter von Wayne Taylor Racing.
Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass sich in den Top-8 des Klassements ausschließlich LMDh-Autos tummelten. Das bestplatzierte LMH-Hypercar musste sich in Form des #51 Weltmeister-Ferrari mit Platz neun begnügen. Die beiden Toyota sowie die zwei Aston Martin Valkyrie - allesamt ebenfalls LMH-Vertreter - landeten auf den Plätzen zwölf bis 15.
Die nach dem gestrigen Qualifying schwer enttäuschten Peugeot-Crews sparten sich mangels Hyperpole-Teilnahme eine schnelle Runde und landeten mit mehr als 3,6 Sekunden Rückstand am Ende des Feldes. Der Vorjahressieger-Ferrari um Robert Kubica, der das gleiche Schicksal teilt wie die beiden Peugeot, verzichtete ebenfalls auf eine Qualifying-Simulation - Platz 16 für die AF-Corse-Mannschaft.
Du willst alle Breaking News und Hintergrund-Infos zur DTM, WEC, IndyCar, den 24-Stunden-Rennen und Co. bekommen? Dann abonniere jetzt unseren neuen und kostenlosen WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy:



diese 24h Le Mans Nachricht