Alpine sorgte im Qualifying für den Formel-1-Sprint in China für die positive Überraschung des Freitags. Nachdem Teamchef Flavio Briatore unmittelbar zuvor in einer Pressekonferenz noch seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht hatte, sorgte Pierre Gasly mit Platz sieben für eine kleine Sensation. Der Franzose führte das Verfolgerfeld sogar noch vor Max Verstappen im Red Bull an. Teamkollege Franco Colapinto haderte einmal mehr und ging früh K.o.
"Ich bin mit dem Resultat heute äußerst zufrieden, besonders nachdem wir unsere Erwartungen letzte Woche in Melbourne nicht erfüllt haben", so Pierre Gasly, der im Qualifying in Australien nicht über Platz 14 hinausgekommen war. Auf dem Shanghai International Circuit lief es bereits in der Vorbereitung auf das Sprint-Qualifying besser. Im ersten Training belegte er Rang zehn.
"Wir haben sehr viel Performance gefunden und einige Lehren aus Australien mit in dieses Wochenende genommen. Das alles haben wir zusammengesetzt und ich fühlte mich von der ersten Runde an direkt viel besser im Auto", freut sich Gasly über den Aufwärtstrend mit dem Alpine A526, in dessen Heck dieses Jahr die Power Unit aus dem Hause Mercedes ihr Werk verrichtet.
Hinter Mercedes, McLaren und Ferrari war Alpine damit die dritte Kraft im Formel-1-Starterfeld. Auf die Pole von George Russell fehlten dabei allerdings immer noch 1,3 Sekunden. Dafür distanzierte Gasly seinen ehemaligen Red-Bull-Teamkollegen Max Verstappen um vier Zehntelsekunden. Er ist zuversichtlich, auch im Sprint vor dem vierfachen Weltmeister landen zu können: "Zu 100 Prozent. Ich fühle mich im Auto gut und wir sehen hier deutlich mehr Potenzial."
Franco Colapinto hadert mit Formel-1-Rennstrecke in Shanghai
Sein Teamkollege kann das nicht von sich behaupten. Im SQ1 rettete sich Franco Colapinto gerade so in die zweite Runde. Dort kam er mit P16 nicht höher hinaus als vor einer Woche. "Es war schwierig heute. Ich kannte die Strecke hier nicht, was es noch schwieriger gemacht hat", sagt der Argentinier, der im FP1 nur drei Zehntel langsamer als Gasly war.
"Wir haben nicht den Schritt gemacht, den wir gebraucht hätten. Letztendlich hat uns einfach die Pace gefehlt und Pierre hat gezeigt, dass unser Auto sie heute hatte", sagt Colapinto selbstkritisch. Im SQ2 fehlten ihm neun Zehntelsekunden auf Gasly. "Ich muss einfach besser verstehen, wie ich mehr herausholen kann. Wir werden versuchen, im Sprintrennen morgen so viel wie möglich zu lernen und die Erkenntnisse daraus ins Qualifying zu übertragen."


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