Wummmssss! Diese Niederlage sitzt tief. Im ersten Sprint-Qualifying der Formel-1-Saison spielte Red Bull Racing lediglich eine Nebenrolle. Max Verstappen musste sich mit Platz acht begnügen, der Rückstand auf Mercedes betrug 1,7 Sekunden. Damit startet er sogar hinter Alpine-Pilot Pierre Gasly. Die Entschuldigung von Laurent Mekies folgte direkt nach SQ3 über Funk: "Sorry, Max. Das war hart, es gibt viel zu lernen."

Überraschend dürfte es für Mekies nicht kommen, schließlich bestätigte er vor dem Sprint-Qualifying, dass Red Bull aktuell die vierte Kraft ist und es ein 360-Grad-Update braucht, um vorne mitzumischen. Bereits im einzigen Training des Sprint-Wochenendes lief es nicht rund. Verstappen musste sich hinter Haas-Pilot Oliver Bearman einsortieren, der Rückstand auf Mercedes betrug 1,8 Sekunden. Im Sprint-Qualifying beschwerte er sich bereits ab SQ1 über die Fahrbarkeit des RB22.

Verstappen klagt über Fahrbarkeit

"Überprüfe die Fahrbarkeit noch einmal. Es ist furchtbar! Der Gangwechsel ist einfach nur schrecklich", klagte er über Funk. In SQ2 wurden die Probleme nicht besser. "Verdammt, ich habe wieder ein Problem. Mann, was zum Teufel ist das? Das Auto ist unfahrbar, wir hatten noch nie so etwas, wo alles zusammenkam", ließ Verstappen seinen Frust am Funk freien Lauf. Mit einer 1:33er-Runde schaffte der Red Bull-Pilot als Neunter gerade so den Sprung ins entscheidende Segment.

In SQ3 ging Kimi Antonelli als Erster auf eine schnelle Runde, hinter ihm folgte Russell, der seine Zeit unterbot. Verstappen lag hingegen schon im ersten Sektor eine halbe Sekunde hinter den Mercedes. "Der ganze Tag war in Bezug auf die Geschwindigkeit ein Desaster", versuchte Verstappen die Probleme erst gar nicht schönzureden. Ein Blick auf die Top-Speed-Tabelle zeigt, dass Verstappen auf der Startgeraden 16 km/h auf George Russell verliert. Auf der Geraden vor Kurve acht sind es 8 km/h.

China GP: Auch Isack Hadjar kämpft

Doch der Top-Speed ist nicht das größte Problem, wie Verstappen betont. "Uns fehlt der Grip und die Balance. Wir verlieren in den Kurven sehr viel Zeit, und dadurch entstehen weitere kleine Probleme", erklärte der vierfache Champion. Der durchschnittliche Exit-Speed von Verstappen betrug 179,4 km/h, der maximale Exit-Speed 252 km/h. Zum Vergleich: George Russell kam auf 192 km/h beziehungsweise 252 km/h. Entsprechend pessimistisch blickt Verstappen auf den Sprint am Samstag sowie auf den weiteren Verlauf des China-Wochenendes.

"Ich weiß nicht, was wir noch tun können. Aber warten wir mal ab", so Verstappen. Für seinen Teamkollegen Isack Hadjar verlief der Freitag nicht viel besser. Trotz einer seiner Meinung nach "guten Runde" geht er nur von Startplatz 10 in den Sprint. "Ich kann nicht sagen, was passiert ist. Ich war mit meiner Runde eigentlich zufrieden", rätselte Hadjar nach der Session. Als einziger Trost blieb der geringe Abstand zu Verstappen. "Wir brauchen von allem mehr - mehr Grip, mehr Power. Aber immerhin bin ich nicht zu weit hinter Max."

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Verstappen vor 24h-Debüt am Nürburgring: Kann er direkt siegen? (10:50 Min.)