Platz sechs und 54,617 Sekunden Rückstand auf Australien-Sieger George Russell. Eine Woche später zeigt sich ein ähnlich nüchternes Bild: Max Verstappen ist mit 1,7 Sekunden Rückstand im Sprint-Qualifying chancenlos. Auch wenn das nicht dem Anspruch von Red Bull Racing in der Formel 1 entspricht, kam es nicht überraschend. Das bestätigte Laurent Mekies in der offiziellen FIA-Pressekonferenz in Shanghai.
"Das entspricht dem, was wir nach den Vorsaisontests gesagt haben. Wenn überhaupt, war es in Melbourne sogar einen Tick besser", erklärte Laurent Mekies. Bereits bei den Wintertests in Bahrain hieß es seitens Red Bull, dass man hinter Mercedes, Ferrari und McLaren das viertschnellste Team im Feld sei. "Der Abstand zu Ferrari und Mercedes ist erheblich", gab Mekies schonungslos zu. Im Vergleich zur Konkurrenz verliert Red Bull sowohl auf den Geraden als auch in den Kurven Zeit.
"Es gibt also keinen einzelnen Bereich, in dem wir uns verbessern müssen – es ist eine 360-Grad-Verbesserung und eine gemeinsame Anstrengung aller Abteilungen", meinte Mekies. Die aktuelle Mercedes-Dominanz kommt für den Red Bull-Teamchef nicht überraschend. "Der Vorsprung ist groß, ohne Frage. Aber er kommt nicht wirklich überraschend. Wir hatten bereits während der Vorsaisontests erwartet, dass sie sehr, sehr stark sein würden", sagte Mekies und stellte gleichzeitig klar, dass 2026 ein Entwicklungsrennen sei.
Max Verstappen gab am Donnerstag ein ambivalentes Update zu seiner Rücktrittsperspektive. Mehr dazu hier:
"Wir rechnen damit, dass die Entwicklungsrate deutlich höher sein wird als in den vergangenen Jahren. Natürlich wird es immer schwierig sein, eine Sekunde Rückstand aufzuholen, weil die anderen sich ebenfalls verbessern werden. Aber hier gibt niemand auf – das ist der Kampf, in dem wir uns befinden." Tatsächlich hat Red Bull in der Vergangenheit bereits einen größeren technischen Rückstand im Verlauf eines Jahres aufgeholt, zuletzt 2025. Zu Saisonhalbzeit hatte Max Verstappen 104 Punkte Rückstand auf den WM-Führenden, den er in der zweiten Hälfte auf zwei Zähler reduzieren konnte.
Neuer F1-Maßstab mit DM01 gelungen
Auch wenn es noch früh in der Saison ist, lässt sich sagen, dass die Mercedes Power Unit ganz klar die Beste ist. Doch die DM01, die erste hauseigene Power Unit von Red Bull Powertrains, muss sich nicht verstecken. Schon bei den Testfahrten gab es viel Lob aus dem Fahrerlager, immerhin legten Red Bull und Racing Bulls zusammengenommen über 10.000 Kilometer zurück.
In Australien musste zwar Isack Hadjar im Rennen aufgrund eines Motorproblems aufgeben, dennoch betont Mekies: "Was von allen in Milton Keynes erreicht wurde, ist historisch. Sie haben einen neuen Maßstab gesetzt." Erst 2021 rollten am Technologie-Campus in Milton Keynes die Bagger an und viele bezweifelten damals, dass die ambitionierte Idee von Red Bull zum Erfolg führen würde. Entsprechend zeigt sich Mekies begeistert.
"Wir sind nach Melbourne gefahren und haben kaum über die Power Unit gesprochen – und dabei vergisst man leicht, dass es das allererste Mal war, dass wir mit Red Bull Ford Powertrains gefahren sind. Vor drei oder vier Jahren war da noch ein Feld hinter der Rennfabrik, und jetzt ist dort eine vollständige Power-Unit-Operation entstanden. Das ist eine unglaubliche Leistung."
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