Zuerst trat Aston Martin verspätet beim Formel-1-Shakedown in Barcelona an und kam dann gerade einmal auf insgesamt 65 Runden. Bei den insgesamt sechs Testtagen in Bahrain lief es nicht besser. Aston Martin fuhr insgesamt 2.110 Kilometer. Zum Vergleich: F1-Neueinsteiger Cadillac fuhr fast doppelt so viel.
"Die Verspätung hat uns in eine schwierigere Situation hinsichtlich der Zuverlässigkeit gebracht", übt sich Mike Krack in Erklärungsversuchen. Damit spielte er auf ein Problem an, auf das auch schon Teamchef Adrian Newey verwies: das erste Modell des AMR26 ging mit vier Monaten Verspätung in den Windkanal. Das führte zu einem extrem engen Entwicklungs- und Designzyklus. Das Auto wurde buchstäblich in letzter Minute fertig.
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Krack: Sind dreimal weniger Runden als die F1-Spitze gefahren
Damit begann aber erst der Teufelskreislauf mit zahlreichen Problemen und Ausfällen. Fernando Alonso erreichte in der zweiten Bahrain-Woche am Donnerstag mit 68 Runden den Höhepunkt. Danach rollte er aus, begleitet von ungesunden Geräuschen des Honda-Motors. "Wir haben etwa dreimal weniger Runden als die besten Konkurrenten, dann gerät man ins Hintertreffen", ist sich Krack bewusst.
| Fahrer | km Insgesamt | km Barcelona | km Bahrain 1 | km Bahrain 2 | Beste Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Fernando Alonso | 1334 | 284 | 530 | 520 | 1:36,536 |
| Lance Stroll | 776 | 19 | 584 | 173 | 1:35,974 |
Noch schwieriger wird es bei der genauen Identifikation der Probleme am AMR26. "Die betreffen alle Bereiche des Autos. Wir haben eine neue Elektronik, ein neues Getriebe und eine neue Aufhängung. Es ist schwierig, einen einzelnen Bereich zu isolieren", sagt Krack.
Mike Krack: F1-Team muss realistisch sein
Aber selbst wenn der Aston Martin hielt, konnten Fernando Alonso und Lance Stroll von der Performance her nicht überzeugen. Stroll meinte sogar, dass dem Aston Martin 4,5 Sekunden auf die Spitze fehlen.
Tatsächlich fehlten Stroll 3,982 Sekunden auf die Bestzeit von Charles Leclerc. Alonso noch mehr. Die beiden reihten sich insgesamt auf den Plätzen 21 und 22 ein. Um die Probleme zu beheben, gibt es allerdings keine schnelle Lösung. "Wir müssen realistisch sein und versuchen aufzuholen. Es gibt keinen anderen Weg. Die anderen warten nicht auf uns", so Krack. "Wir sind uns bewusst, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."
Nach zwei intensiven Test-Wochen in Bahrain ziehen wir die Test-Bilanz 2026. Welche Teams haben überzeugt? Welche bewusst Performance zurückgehalten - und welche enttäuscht? Das und viel mehr beantworten wir im folgenden Video.



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