Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Am Samstag jährt sich der Todestag von Jason Dupasquier schon zum fünften Mal. Am 30. Mai 2021 hatte er in Folge eines verhängnisvollen Sturzes im Qualifying der Moto3 zum Italien-Grand-Prix sein Leben verloren. Motorsport-Magazin.com erinnert an den talentierten Schweizer, der nur 19 Jahre alt wurde.
Jason Dupasquier: Erst am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere
Geboren wurde Dupasquier am 7. September 2001 in Bulle im Schweizer Kanton Freiburg. Genau wie sein Vater Philippe [Ex-Motocross-Fahrer, Anm.] entschied er sich schon in jungen Jahren für eine Karriere im Motorrad-Rennsport. Nach Platz 21 in der FIM-CEV-Serie und Rang acht im Red Bull Rookies Cup 2019 startete er 2020 erstmals in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Mentor Tom Lüthi hatte ihm zu einem Startplatz im deutschen PrüstelGP-Team verholfen.

Dort folgte zunächst ein schwieriges und punktloses erstes Jahr in der Moto3-Klasse. Ein 17. Platz beim Großen Preis von Frankreich in Le Mans sollte Dupasquiers bestes Resultat bleiben. Dennoch bekam er 2021 erneut das Vertrauen von Ingo und Florian Prüstel ausgesprochen und zahlte das auch auf Anhieb mit guten Leistungen zurück. Bereits beim Saisonauftakt in Katar fuhr Dupasquier als Zehnter erstmals in die Punkte, danach folgten vier weitere Rennen in den Top-13. In Jerez gelang ihm dabei mit Platz sieben seine beste Platzierung in der Weltmeisterschaft.
Eine vielversprechende WM-Karriere zeichnete sich ab, zumal Dupasquier seinen beachtlichen Aufwärtstrend der zweiten Moto3-Saison auch Ende Mai in Mugello bestätigen konnte. Nach den Trainings qualifizierte er sich als Fünftschnellster direkt für Q2, womit er sich immer mehr im vorderen Feld der kleinsten WM-Klasse zu etablieren schien.
Folgenschwerer Sturz im Moto3-Qualifying zum Italien-GP 2021
Genau in jenem zweiten Qualifying-Abschnitt ereignete sich am Nachmittag des 29. Mai 2021 dann aber der verhängnisvolle Unfall, der Dupasquier sein Leben kosten sollte. Der junge Schweizer stürzte am Ausgang von 'Arrabbiata 2', einer schnellen Bergauf-Rechtskurve. Die direkt hinter ihm fahrenden Ayumu Sasaki und Jeremy Alcoba konnten nicht mehr ausweichen, trafen den Prüstel-Piloten mit hoher Geschwindigkeit.
Dupasquier zog sich dadurch schwere Kopfverletzungen sowie ein Polytrauma zu. Dass die Lage ernst war, wurde schnell klar. Nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle ging es per Rettungshubschrauber ins Careggi-Universitätsklinikum von Florenz, wo noch am Samstagabend eine Notoperation durchgeführt wurde. Leider konnte diese den jungen Schweizer aber nicht mehr retten. Dupasquier verstarb keine 24 Stunden später im Alter von nur 19 Jahren.
Fünf Jahre sind seither schon vergangen. Jason Dupasquier ist nicht mehr hier, seine Startnummer 50 wird in der Moto3 nicht mehr vergeben. Die Erinnerungen an den sympathischen, lebensfrohen Schweizer bleiben jedoch. Ruhe in Frieden, Jason!



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