Die Formel 1 startet in eine neue Ära. So viel ist 2026 anders: Der Motor, die Aerodynamik und das Reglement. Eine positive Veränderung? Liam Lawson ist sich nach den ersten Tests in Barcelona und Bahrain nicht so sicher.
"Es ist ziemlich schwierig. Die Autos sind wirklich schwer zu fahren", berichtet Lawson aus Bahrain. "Vor allem hier, weil wir viel Reifenverschleiß haben und deshalb dieses Jahr viel mehr driften." Doch der natürlich hohe Reifenverschleiß in Bahrain ist nicht das Einzige, das den Neuseeländer stört.
2026er F1-Boliden: Fehlender Abtrieb, mehr Management
Die neuen Boliden generieren 15 bis 30 Prozent weniger Abtrieb. Auch im Corner Mode, in dem der Front- und Heckflügel steil aufgestellt sind. Entsprechend weniger Grip bieten die Autos in den Kurven.
Lance Stroll ist ebenfalls etwas niedergeschlagen. Besonders angesichts der aktuellen Aston-Martin-Performance. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel.
"Im Moment ist es hauptsächlich der Abtrieb, der das Fahren erschwert", sagt Lawson. Das Kurvenverhalten wurde trotz der etwas kleineren Autos und rund 30 Kilogramm weniger Gewicht ebenfalls nicht besser. "Es ist trotzdem schwierig, den Scheitelpunkt zu treffen. Ich hatte erwartet, dass es viel einfacher wäre, aber so groß ist der Unterschied gar nicht."
Mit einem Elektro-Anteil von 50 Prozent wird auch das Energiemanagement deutlich umfangreicher. Die volle Leistung steht den Fahrern im Renntrimm nicht zur Verfügung. Auch Max Verstappen kritisierte das Management stark. "Man ist im Cockpit viel beschäftigter, aber je mehr Zeit wir im Auto verbringen, desto natürlicher wird es."
In Barcelona und Bahrain konnte Lawson schon einige Runden im Cockpit absolvieren. Am Donnerstag fuhr er 50 Umläufe. Am Mittwoch hingegen gar nicht.
Lawsons Lichtblick: F1-Autos machen im Quali-Modus Spaß
Der Qualifying-Modus des Racing Bulls macht Lawson deutlich mehr Spaß. "Man muss sich keine Gedanken ums Energiemanagement machen. Wenn die volle Leistung verfügbar ist, ist das Auto sogar ziemlich schnell, um ehrlich zu sein."
Doch auch dann holt Lawson wieder die Erinnerung an die alten Ground-Effekt-Autos ein. "Gleichzeitig rutscht man bei weniger Grip stärker als früher und hat das Gefühl, wertvolle Rundenzeit zu verlieren. Wenn man von einem schnelleren Auto kommt, ist das natürlich frustrierend", erklärt Lawson.
Seine Hoffnungen ruhen auf der Weiterentwicklung der Autos. Die Entwicklungskurve ist zu Beginn einer neuen Reglement-Periode schließlich besonders steil. "Ich bin mir sicher, dass wir im Laufe der Zeit schneller werden."
Schon am ersten Tag der ersten offiziellen Tests in Bahrain passierte viel. Audi zeigte ein radikales Design der Seitenkästen. Wir besprechen alles im folgenden Video.



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