Mercedes und Red Bull hinterließen bei den bisherigen Formel-1-Testfahrten 2026 den besten Eindruck. Doch beide werden am zweiten Testtag in Bahrain von Problemen geplagt und verbringen viel Zeit an der Box. Stattdessen schnappt sich Charles Leclerc im Ferrari die Bestzeit vor McLaren-Weltmeister Lando Norris.

Probleme gab es am Donnerstag in Bahrain zuhauf, was aufgrund der frühen Entwicklungsstufe der Formel-1-Autos auch nicht wenig verwunderlich ist. Und das nicht nur bei Mercedes und Red Bull. Gleich viermal wurden im Laufe des Testtages rote Flaggen geschwenkt. Zweimal gingen diese für unterschiedliche Probleme auf die Kappe von Cadillac, einmal blieb der Alpine stehen. Die letzte Unterbrechung kam hingegen planmäßig aufgrund von Systemchecks.

Ferrari-Bestzeit am zweiten Testtag

Ergebnis: Schon am Vormittag sorgte Charles Leclerc mit einer Rundenzeit von 1:34,273 für die schnellste Runde des Tages. Der Ferrari-Pilot hatte dabei die Soft-Reifen aufgeschnallt, das ist in Bahrain die C3-Mischung. Lando Norris drehte ebenfalls am Vormittag seine schnellste Runde und reihte sich mit einer halben Sekunde Rückstand auf der zweiten Position ein. Den Nachmittag nutzten sowohl Ferrari als auch McLaren vorwiegend für Longruns.

Nicht so Haas. Denn Oliver Bearman rückte in der letzten Teststunde nochmal auf Softs aus und pilotierte sein Auto auf die dritte Position im Tagesklassement. George Russell, der nur am Nachmittag am Steuer saß, reihte sich auf P4 ein. Isack Hadjar sicherte sich P5. Sowohl Mercedes als auch Red Bull waren aus unterschiedlichen Gründen fast nur am Nachmittag im Einsatz. Mehr dazu unter 'Zwischenfälle'.

Von Audi gab es keine augenscheinlichen Probleme zu vermelden. Die Neueinsteiger brachten 113 Runden aufs Tableau, wobei Gabriel Bortoleto am Nachmittag den R26 mit 2,3 Sekunden Rückstand auf P6 brachte. Nico Hülkenberg, der in der Früh am Steuer saß, landete auf P10. Pierre Gasly landete trotz eines technischen Problems, das seinen Arbeitstag vorzeitig beendete, auf P7. Der achte Rang ging an Valtteri Bottas vor Alex Albon (P9).

Formel 1, Testfahrten in Bahrain - Ergebnis Tag 2

P.FahrerTeamRückstandReifenReifenRunden
1LECLERC, CharlesFerrari1:34.273C3139
2NORRIS, LandoMcLaren1:34.7840.511C2149
3BEARMAN, OliverHaas F1 Team1:35.3941.121C3130
4RUSSELL, GeorgeMercedes1:35.4661.193C354
5HADJAR, IsackRed Bull Racing1:36.5612.288C387
6BORTOLETO, GabrielAudi1:36.6702.397C367
7GASLY, PierreAlpine1:36.7232.450C397
8BOTTAS, ValtteriCadillac1:36.8242.551C367
9ALBON, AlexanderWilliams1:37.2292.956C362
10HULKENBERG, NicoAudi1:37.2662.993C347
11LINDBLAD, ArvidRacing Bulls1:37.4703.197C383
12SAINZ, CarlosWilliams1:37.5923.319C369
13LAWSON, LiamRacing Bulls1:38.0173.744C350
14ALONSO, FernandoAston Martin1:38.2483.975C398
15PEREZ, SergioCadillac1:38.6534.380C342
16ANTONELLI, KimiMercedes---3

Zwischenfälle: Die erste rote Flagge des Tages gab es bereits nach nur 13 Minuten, nachdem Sergio Perez im Cadillac ausgerollt war. Gravierend schien das Problem, das den Mexikaner ereilt hatte, nicht zu sein, denn nur 42 Minuten später fuhr Perez wieder. Eine zweite Rotphase löste Cadillac am Nachmittag aus, als sich am Auto - diesmal mit Valtteri Bottas am Steuer – Teile lösten und auf der Strecke liegenblieben. Es dauerte von 14:37 bis 14:51 Uhr (MEZ), bis die Trümmer geborgen waren.

Für die dritte Rotphase sorgte nur wenige Minuten nach dem anschließenden Restart Pierre Gasly, dessen Alpine schon am Boxenausgang den Geist aufgab. Offenbar spielte das Energie-Management verrückt. Der A526 verschwand in der Folge in der Garage und verpasste den restlichen Testtag.

Der Red Bull RB22 hielt zwar nie auf der Strecke an, doch er verpasste gleich den gesamten Vormittag, als Isack Hadjar eigentlich auf seine ersten Testkilometer in Bahrain gebucht war. Ein potenzielles Hydraulik-Problem hielt die Bullen auf. Vor der Mittagspause brachte Hadjar gerade einmal eine Installationsrunde unter. Am Nachmittag gab es keine längeren Verzögerungen beim Milton-Keynes-Team.

Mercedes schaffte es zwar in der ersten Teststunde auf die Strecke. Doch nach 22 Minuten verschwand der W17 an der Box und konnte erst knapp sechs Stunden später wieder rausfahren. Das Team teilte mit, dass ein nicht näher definiertes Problem mit der Power Unit die Ursache dafür war. Der Motor musste jedenfalls getauscht werden. Kimi Antonelli war der Leittragende des Ganzen, denn er kam nur auf drei Runden, nachdem er schon am Mittwoch aufgrund eines Problems viel Zeit verloren hatte. Am Nachmittag übernahm etatsmäßig Russell.

Soweit die wichtigsten Infos vom zweiten Testtag der Formel 1 in Bahrain. Alle Details zum Tag könnt ihr in unserem Ticker nachlesen: