Und schon ist die Shakedown-Woche in Barcelona vorbei. Die Formel-1-Teams ziehen sich wieder in ihre Hauptquartiere zurück, um die gesammelten Daten genauestens zu studieren und sich auf den ersten Wintertest in Bahrain in zwei Wochen vorzubereiten. Eine Überraschung der ersten Testfahrten: Red Bull. Die neue Power Unit von Red Bull Powertrains, der DM01, konnte insgesamt 622 Runden abspulen, ohne größere Zuverlässigkeitsprobleme. Stehen die Sterne also gut für eine erfolgreiche Saison?
Max Verstappen warnte nach dem finalen Testtag vor Übermut: "Es ist positiv, aber immer noch sehr früh. Es ist ein laufender Arbeitsprozess. Wir hatten einen ziemlich guten Start in vielerlei Hinsicht, aber es ist noch immer eine sehr komplizierte Angelegenheit für alle. Es gibt noch viel Arbeit, aber das ist normal." Der vierfache Weltmeister konnte am letzten Tag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nur die siebtschnellste Rundenzeit der gesamten Woche in den Asphalt brennen. Ferrari, McLaren und Mercedes waren schneller. Verstappen fehlten über 1,2 Sekunden auf die Bestzeit von Lewis Hamilton.
Das muss aber erstmal nichts heißen. Einerseits war der Red-Bull-Pilot bereits seit Montag gesundheitlich angeschlagen. Auf die Frage, wie er sich für den Start der Formel-1-Saison 2026 fühle, antwortete er gewohnt direkt: "Krank. Ich bin etwas krank. Aber bis zum Start der Saison wird es mir besser gehen." Andererseits war sein RB22 erst auf den letzten Drücker wieder einsatzbereit.
Starke Performance, aber noch nicht perfekt: Red Bull hat noch Hausaufgaben
Nachdem Isack Hadjar den einzigen Dienstwagen des Teams am Dienstag in der Streckenabgrenzung vergrub, fürchtete Red Bull, auf den letzten der ihnen zustehenden drei Testtage verzichten zu müssen. Gerade in dieser frühen Phase der Saison sind Ersatzteile knapp. Um den RB22 wieder fahrtüchtig zu machen, musste das Team Überstunden machen. "Es waren lange Nächte nötig, damit wir noch einen dritten Testtag absolvieren konnten", verriet Red Bulls Teamchef Laurent Mekies und bedankte sich bei der Mannschaft an der Strecke und in der Fabrik.
Das Ergebnis der Überstunden: 118 problemlose Runden. "Der heutige Tag war gut. Wir haben viel gelernt, aber es gibt immer noch viele Dinge, die wir uns genauer ansehen und die wir besser machen wollen", so Verstappen am Freitagabend. Allein der Fakt, dass er so viele Runden mit dem neuen Motor ohne Vorkommnisse fahren konnte, sei zumindest ein vielversprechendes Zeichen.
Wenn auch stark, perfekt war der erste Test noch lange nicht. "Wir haben bereits einiges gelernt, aber das ändert nichts an dem langen Weg, der noch vor uns liegt. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und die Dinge Schritt für Schritt angehen", gab Mekies zu. Es brauche noch Zeit, bis man den Motor richtig verstanden hat.
"Wir müssen noch Setup-Veränderungen ausprobieren und so viele Runden wie möglich fahren. Das haben wir beim Shakedown bereits gemacht und das werden wir auch weiter so machen", versicherte Verstappen. Bis zu den ersten Testfahrten in Bahrain hat der Vizeweltmeister des Vorjahres nicht lange Zeit, um sich auszukurieren und die gesammelten Daten zu studieren. Bereits am 11. Februar geht das Testen auf dem Bahrain International Circuit los.



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