Während Red Bull Racing und Racing Bulls ihre neuen Boliden samt neuer Power Unit im Rahmen des Ford-Launches in Detroit präsentierten, absolviert Aston Martin gleich zwei Formel 1-Events. Der VMR26 – der erste von Adrian Newey entworfene Bolide– wird am 9. Februar vorgestellt. Bereits am 20. Januar wird der neue Honda-Motor in Tokyo präsentiert – für europäische Fans heißt das allerdings früh aufstehen. Der Livestream beginnt aufgrund der Zeitverschiebung um 5:00 Uhr morgens.
Den ersten Vorgeschmack auf die neue Power Unit gab es bereits Ende des Jahres 2025. In einem 20-Sekunden-Soundclip mit dem Namen "Unser Soundtrack für 2026" ließ Honda den Motor röhren. Zu hören war die Power Unit vom Hochschalten durch alle sieben Gänge bis hin zum Vollgas auf der Geraden und dem aggressiven Runterschalten in die Kurve. Bei der offiziellen Präsentation der Power Unit in Tokyo werden Honda-CEO Toshihiro Mibe, HRC-Präsident Koji Watanabe, Teambesitzer Lawrence Stroll und Andy Cowell sowie F1-Boss Stefano Domenicali vor Ort sein.
Der frühere Mercedes-Motorenchef Andy Cowell musste nach 14 Monaten den Teamchef-Stab an Adrian Newey weitergeben. Er selbst bekam die Rolle des Chief Strategy Officer zugeteilt und ist damit für die reibungslose Zusammenarbeit mit Motorenpartner Honda sowie den Mineralölpartnern des Teams verantwortlich. "Wir haben das Potenzial, in der Formel 1 erfolgreich zu sein, nicht nur 2026, sondern auch 2027, 2028 und darüber hinaus. Wir stehen kurz vor etwas ganz Besonderem", zeigte sich Watanabe schon früh überzeugt
2026: Kann Aston den eigenen hohen Erwartungen gerecht werden?
Im Vorjahr bekam Aston Martin die Antriebseinheiten, Getriebe und Hinterradaufhängungen noch von Mercedes und belegte Platz sieben in der Konstrukteurswertung. Doch damit will sich der Rennstall nicht mehr begnügen. Wiederholt bekundeten die Teamverantwortlichen ihre Absicht, das neue Reglement zu nutzen, um vom Mittelfeld an die Spitze der Formel 1 zu gelangen. Team-Eigentümer Lawrence Stroll hat dafür viel investiert – neuer Technology Campus, neuer hochmoderner Windkanal und zahlreiche Neuverpflichtungen. 2026 liegt es an Aston Martin, die hohen Investitionen in Top-Ergebnisse umzuwandeln.
Der Kanadier übernahm 2018 den finanziell angeschlagenen Rennstall Force India. Über die Zwischenstation Racing Point wurde der Rennstall 2021 zu Aston Martin. Mit der Verpflichtung von zunächst Sebastian Vettel, dann Fernando Alonso, machte Stroll von Anfang an deutlich, welch große Pläne er mit dem Rennstall hat. Bis mindestens 2030 wird Aston Martin zum Honda-Werksteam.



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