Zum Jahresende wird in der Formel 1-Gerüchteküche wieder fleißig gekocht. Die Zutaten: Ein entlassener Teamchef, der zurück in die Königsklasse will, und ein strauchelndes Team, das endlich auf der Erfolgsspur fahren will. Laut der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf hat Christian Horner ein finanzkräftiges Investoren-Konsortium um sich geschart, um Mehrheitsanteile an Alpine zu kaufen.
Verkaufen Alpine-Investoren ihre Anteile?
Demnach sollen Horner und seine Partner 763 Millionen Euro für die Übernahme bieten, die bereits in den kommenden Tagen über die Bühne gehen könnte. Bei den kolportierten Anteilen an Alpine soll es sich um jene des aktuellen Minderheitseigners Otro Capital, Red-Bird Capital Partners und Maximum Effort Investments handeln. Zu Letzteren gehört auch der Hollywood-Schauspieler Ryan Reynolds.
Die Investorengruppe erwarb 2023 für 200 Millionen Euro 24 Prozent am F1-Rennstall. Mittlerweile soll sich der Wert vervierfacht haben. Wenn das US-Konsortium seine Anteile an Horner und dessen Investoren verkaufen würde, wäre Horner damit Anteilseigner an Alpine. Damit wäre der Brite nicht mehr nur ein einfacher Angestellter wie einst bei Red Bull Racing.
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Horner: Vom F1-Top-Team zum Hinterbänkler?
Es gab schon mehrfach Gerüchte um ein Horner-Comeback, doch sowohl bei Cadillac als auch zuletzt bei Aston Martin kam es nicht dazu. Bereits abseits des Singapur GP wurde Steve Nielsen zu einem möglichen Horner-Comeback bei Alpine befragt. Damals lautete die Theorie, dass sich Flavio Briatore und Horner mit Teamanteilen gemeinsam an der Spitze positionieren könnten. Nielsen wollte damals nichts davon gehört haben: "Soweit ich weiß, nein. Aber Flavio und Christian sind alte Freunde, das ist kein Geheimnis. Worüber sie sprechen, weiß ich nicht."
Sollten sich die Gerüchte dieses Mal bewahrheiten, wäre es für Horner ein spektakuläres Comeback. Im Juli, zwei Tage nach dem Heimrennen, verkündete Red Bull Racing in einer Pressemitteilung das Aus von Horner nach 20 Jahren. Der Brite leitete die Geschicke von Red Bull Racing seit der Übernahme des Jaguar-Teams durch den Energydrink-Giganten. In dieser Zeit gewann Red Bull Racing sechs Konstrukteurs- und acht Fahrertitel.
Falls Horner nun tatsächlich bei Alpine einsteigt, würde er von einem der erfolgreichsten Teams der letzten Jahre zum Schlusslicht der vergangenen Formel-1-Saison wechseln. Allerdings könnte das neue Reglement das aktuelle Kräfteverhältnis in der Königsklasse durcheinanderwirbeln.
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