"I’ll be back" – oder in den Worten von Christian Horner: "Ich habe das Gefühl, dass ich mit der Formel 1 noch nicht fertig bin." Seit seinem Rauswurf bei Red Bull Racing wird er immer wieder mit diversen Teams in Verbindung gebracht, doch bislang hat sich für Horner noch keine Tür zurück in die Formel 1 geöffnet.
Laut Toto Wolff hat das auch einen Grund. "Er hat ziemlich viel Glas zerbrochen, und diese Dinge haben Auswirkungen in unserem Mikrokosmos. Wenn man Dinge sagt … aber das ist es, was er sein ganzes Leben lang getan hat, und das, was er am besten kann", so Wolff. Er und Christian Horner lieferten sich über Jahre hinweg hitzige Wortgefechte, die oft über die Rennstrecke hinausgingen.
Darauf angesprochen, wie er Horners Rückkehr in den F1-Zirkus finden würde, meinte Wolff: "Dem Sport fehlt es an Persönlichkeiten. Christian war sehr kontrovers, und das ist gut für den Sport gewesen. Ich habe zu Fred [Vasseur; Anm. der Red.] bereits gemeint, dass es 'das Gute, das Böse und das Hässliche' braucht. Und jetzt sind nur noch das Gute und das Hässliche übrig. Das Böse ist weg."
Mit seiner Wortwahl setzt Wolff weiterhin bewusst auf die Mischung aus Respekt und Spitzen, die das Verhältnis der beiden über die Jahre prägte. Und an diesem Verhältnis würde sich auch im Fall einer Rückkehr nichts ändern. "Hätte es diese jahrelange Rivalität nicht gegeben und wäre die Lage entspannter gewesen, hätte ich sicher beim Abendessen mit ihm zusammensitzen und ein bisschen lachen können", meinte der 54-Jährige.
McLaren-CEO Zak Brown ist überzeugt, dass Horner schon bald in die Formel 1 zurückkehrt.
Mercedes oder Horner: Wer kauft sich bei Alpine ein?
Brisant: Laut Flavio Briatore hat Mercedes Interesse bekundet, die Anteile (24%) von Otro Capital am F1-Rennstall Alpine zu kaufen. Dass auch Horner ein Auge auf die Alpine-Beteiligung geworfen hat, heizte die Spekulationen um eine erneute Fehde Wolff/Horner an. Doch im Gespräch mit der Press Association stellte Wolff klar: "Unser Interesse an diesen Anteilen hat nichts mit Christian zu tun."
"Und die Vorstellung, dass es eine Rivalität zwischen Christian und mir gibt, wer die Alpine-Anteile kauft, ist erfunden. Es wäre ziemlich traurig, wenn das eine Überlegung wäre, ob man so eine Investition tätigt oder nicht", so Wolff, der nicht nur Teamchef ist, sondern auch knapp 28 Prozent der Anteile am Mercedes-Team hält. Mercedes beliefert Alpine ab 2026 mit Motoren.
Mit einer Beteiligung an dem Rennstall könnte sich das Unternehmen am Modell von Red Bull mit Racing Bulls orientieren und dort potenzielle Mercedes-Rookies platzieren. Über den aktuellen Stand der Verhandlungen wollte Wolff nur so viel verraten: "Wir schauen es uns aus verschiedenen Perspektiven an und sind noch zu keinem Schluss gekommen. Wir wollen wissen, ob es sinnvoll ist."



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