Schon im Qualifying fühlte sich Alexander Albon hilflos. Platz 17 in der Startaufstellung versprach bereits kein sonderlich erfolgreiches Rennen. Albon in seinem Williams auf Platz 16 hinter Franco Colapinto. Eine Chance auf Punkte bestand kaum noch. Das nutzte das Team und holte Albon an die Box - und zwar insgesamt sechsmal. Zweck der kuriosen Strategie: Performance-Verbesserungen für zukünftige Rennen und ein besseres Verständnis für das Formel-1-Auto zu gewinnen.

Albons Japan-Schlusssprint verwandelt sich in Testfahrt

Zu Beginn des Rennens sortierten sich Albon und Teamkollege Sergio Pérez auf den Positionen 16 und 18 ein. Während des von Oliver Bearman ausgelösten Safety-Cars kamen beide Williams-Piloten an die Box, was beide jeweils einen Platz nach vorne spülte. Sainz hielt den 15. Platz bis zum Rennende, während Williams bei Albon ab Runde 45 auf ein Mini-Testprogramm schwenkte. "Das ist für uns im Hinblick auf zukünftige Erkenntnisse von unschätzbarem Wert", erklärt Williams-Teamchef James Vowles.

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Das Testprogramm wurde mit jeder Runde ein bisschen kurioser. In Runde 45 tauschte das Team die alten harten Reifen gegen frische weiche und verstellte den Frontflügel. In den folgenden vier Runden kam Albon immer wieder an die Box, allerdings nur, um den Frontflügel zu verstellen. Die Reifen blieben dieselben. "Ich war im Verkehr, daher ist nichts passiert, und es wurde zu einer Art Testsession, da wir ein paar Dinge am Frontflügel ausprobieren wollten, um Daten zu sammeln", erklärt Albon.

Erst zwei Runden vor Schluss tauschte das Team wieder die Reifen und verpasste Albon Medium-Pneus. Am Ende kam er mit zwei Runden Rückstand ins Ziel. "Training und Frontflügel-Experimente waren alles, was wir heute tun konnten", so Albon.

Albon: Problem am Williams ist seit Australien da

Dabei ging es auch um das Beheben eines Problems, das Albon schon seit Australien plagt. "Wir wollten sicherstellen, dass wir die Probleme von gestern verstehen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob wir sie wirklich schon verstehen", sagt Albon. "Es war schon seit Australien da würde ich sagen."

Das Problem spürte Albon zeitweise auch im Rennen. Genauer beschreiben konnte er es allerdings nicht. "Manchmal war alles gut, dann konnte ich mit der Gruppe mithalten und dann bin ich wieder zurückgefallen", so Albon.

Das Positive für Albon und Williams: Das Team hat bis zum nächsten Rennen in Miami fünf Wochen Zeit, das Problem zu verstehen und zu beheben – und den wenig konkurrenzfähigen FW-48 zu verbessern. Der Bahrain GP und Saudi-Arabien GP fallen durch den Iran-Krieg vorerst aus dem Kalender. "Wenn wir es innerhalb dieser Zeit nicht schaffen, mache ich mir Sorgen."

An der Spitze fuhr Kimi Antonelli seinem zweiten Formel-1-Sieg entgegen und übernahm als jüngster Pilot jemals die Weltmeisterschaftsführung. Oliver Bearman verunfallte schwer. Mehr dazu in unserem Video:

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