Ferrari stand in der Saison 2026 bisher bei jedem Formel 1-Rennen auf dem Podium. Mit Platz drei in Australien und zuletzt in Japan sorgte Charles Leclerc für Jubel bei den Tifosis.
Doch der Kampf gegen George Russell und Lewis Hamilton um den letzten Platz am Podium verlangte ihm einiges ab. Vor allem gegen Russell zu Ende des Rennens biss sich der Monegasse die Zähne aus.
"Es war wirklich ein bisschen frech. Sein [Russells] Renningenieur hat ihm Sachen über Funk gesagt und mein Ingenieur hat mir diese Dinge weitergegeben. Er hat aber genau das Gegenteil davon gemacht", schilderte Leclerc die Schwierigkeit im Duell mit dem Mercedes-Piloten. "Das hat mich ziemlich unter Druck gesetzt."
Leclerc kämpft sich nach Safety-Car-Phase zurück
Zu Beginn des Rennens war Leclerc auf Position zwei unterwegs. Er erwischte einen starken Start mit dem Ferrari und katapultierte sich so von P4 auf P2 nach vorne - die Mercedes-Piloten ließ er damit beide hinter sich.
In Runde 19 deckte Ferrari den Boxenstopp von Lando Norris ab, indem man Leclerc an die Box holte. Doch nur drei Runde später löste ein schwerer Crash von Oliver Bearman eine Safety-Car-Phase aus. Zahlreiche Piloten, darunter Kimi Antonelli und Lewis Hamilton nutzten die günstige Phase für ihren Stopp. Leclerc fiel auf Platz fünf zurück.
"Wir hatten etwas Pech mit dem Safety-Car, daher musste ich die Autos vor mir jagen. Letztendlich war der frühere Stopp aber kein großer Nachteil", gab sich Leclerc, im Gegensatz zu Mercedes-Pilot George Russell, nach dem Rennen gelassen.
In Runde 38 ging Leclerc an dem Mercedes-Piloten in Turn 13 vorbei, in Runde 42 tauchte er im Heck seines Teamkollegen auf. Leclerc saugte sich immer näher an Hamilton ran und ging in den schnellen Esses außen an ihm vorbei. Dem siebenfachen Weltmeister fehlte schlichtweg die Leistung der Power Unit. Woran das Defizit lag, konnte er sich nach dem Rennen noch nicht erklären.
Leclerc auf Podiumskurs - doch Ferrari-Leistung bedarf Verbesserung
Nach dem erfolgreichen Manöver gegen Hamilton lag Leclerc damit auf Podiumskurs. Entspannen konnte er sich trotzdem nicht, denn kurze Zeit später saß ihm Russell im Nacken. "Den dritten Platz zu halten, war keine leichte Aufgabe", verriet er. "Der Mercedes-Motor ist wirklich sehr stark und wir müssen momentan noch einiges aufholen. In dieser ersten Saisonphase ist es aber wichtig, so viele Punkte wie möglich zu holen und das tun wir gerade."
Für Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ist das Podium-Finish die ideale Weise in die Zwangspause der Formel 1 im April zu gehen. "Charles hat ein starkes Rennen gezeigt, insbesondere im Kampf mit Russell. Es war eine clevere Fahrweise", lobte der Franzose seinen Piloten. "Er sorgte zeitweise dafür, dass der Mercedes vor ihm lag, um ihn in Kurve 1 zu überholen."
Die Konkurrenzfähigkeit des Ferraris zu sehen, sei gut für das Team und alle in der Fabrik gewesen, auch wenn der Bolide in einigen Punkten noch verbesserungswürdig sei. "Wir wissen, dass wir in puncto Höchstgeschwindigkeit Defizite haben, und daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten", versicherte Vasseur.
"Wenn wir die ersten drei Rennen Revue passieren lassen, ist klar, dass wir uns ganz klar in der Antriebseinheit verbessern müssen", gibt auch Leclerc seinem Teamchef recht. "In Miami kommen denke ich die Upgrades für das gesamte Fahrerlager. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir bis dahin gute Arbeit leisten."



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