Max Verstappen und die neue Reglement-Generation werden wohl keine Freunde mehr. Schon nach dem Qualifying war ihm das Ergebnis so gut wie gleichgültig. Im Rennen musste sich Verstappen bis zur letzten Sekunde mit Pierre Gasly auseinandersetzen.
Denn bis zur letzten Runde fand er keinen Weg am Alpine vorbei, trotz mehreren Versuchen und einem Winker in Richtung Gasly. Den Alpine kennt er dafür jetzt ganz genau. Genauso wie seinen Red-Bull. Dessen Schwachstellen hat er nach dem Japan GP ebenfalls ausgemacht.
Max Verstappen: Man konnte einfach nicht überholen
Um genau zu sein steckte Verstappen seit Runde fünf hinter Pierre Gasly fest. Von Platz elf aus arbeitete er sich nach einem guten Start schnell nach vorne und überholte auch Red-Bull-Teamkollege Isack Hadjar. Nur viel näher als vier Sekunden kam er Gasly nicht. Der Abstand hielt sich bis zur Safety-Car-Phase, die von Oliver Bearman ausgelöst wurde. Einen großen Pace-Vorteil hatte der RB22 nicht.
Verstappen profitierte zwar vom Safety-Car, doch Gasly genauso. Entsprechend war der Niederländer beim Restart wieder hinter dem Alpine. "Ich habe mir das Heck ja schon in China genau angesehen", scherzt Verstappen.
In den 25 Runden nach dem Restart bis zur Ziellinie hatte Verstappen dafür wieder Zeit. Denn die gesamte Zeit klebte der Niederländer Gasly am Heck. "Wir waren pro Runde ein kleines bisschen schneller, aber man kann einfach nicht überholen - na ja, man kann zwar überholen, hat dann aber auf der nächsten Geraden keine Batterie mehr", sagt Verstappen.
Und genau das zeigte sich auch beim einzigen ernsthaften Überholversuch des Niederländers. Auf der Geraden bis zu Kurve 16 und 17 nutzte Verstappen seine Batterie, um an Gasly vorbeizugehen. Das Problem: Auf der Start/Ziel-Geraden fehlte ihm genau diese Energie wieder. Gasly fuhr einfach wieder vorbei.
"Ich habe es einmal versucht, nur um zu sehen, wie es läuft", so Verstappen. Auf der Geraden winkte Verstappen Gasly noch zu. "Also dachte ich mir: "Bis später.""
Verstappen: Haben andere Schwachstellen als unseren Motor
Doch ein reines Leistungsproblem soll die aktuelle Performance laut Verstappen nicht sein. "Ich denke, unser Energie-Einsatz ist gut. Das ist auch nicht unser größtes Problem. Wir sind nicht wie Mercedes. Die sind superstark. Aber es ist nicht unser größtes Problem. Wir müssen noch viel Arbeit ins Auto selbst stecken", so Verstappen.
Dafür hat Red Bull jetzt über einen Monat Zeit. Mittlerweile ist Verstappen auch in der Fahrer-Weltmeisterschaft hinter Gasly gerutscht. Der Bahrain GP und der Saudi-Arabien GP im April fallen durch den Krieg im Iran vorerst aus dem Formel-1-Kalender 2026. Das nächste Formel-1-Rennen findet in Miami Anfang Mai statt. Für Red Bull die erste Chance, einen großen Performance-Sprung zu machen.
Ein großer Kritikpunkt des neuen Reglements ist das Qualifying. Darüber hat sich auch Charles Leclerc am Samstag beschwert. Wir sprechen im folgenden Video darüber:



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