Am Freitag erscheint die achte Staffel von "Drive to Survive" und eine der Episoden ist - wie könnte es auch anders sein - Christian Horner gewidmet. Nach seinem Aus bei Red Bull Racing kurz nach dem Formel 1-Heimrennen in Silverstone besuchten ihn die Produzenten zu Hause. Im Interview beschrieb der Brite seine Gefühlswelt mit den Worten "Verlust und Schmerz." Ihm sei etwas genommen worden, das für ihn "sehr kostbar" gewesen sei.

Offen wie nie stellte der 52-Jährige klar, wer die Strippenzieher hinter seinem Aus als Teamchef waren. "[Max Verstappens] Vater war nie mein größter Fan. Er hat sich offen über mich geäußert, aber ich glaube nicht, dass die Verstappens in irgendeiner Weise dafür verantwortlich waren. Ich glaube, diese Entscheidung wurde von Oliver Mintzlaff getroffen, wobei Helmut [Marko] von der Seitenlinie aus beraten hat."

McLaren-CEO: Horner kehrt in F1 zurück

Seinen Rauswurf ließ sich Horner mit einer Abfindung in Millionenhöhe "versüßen", auch Marko ist seit Ende letzten Jahres nicht mehr Teil des Weltmeisterteams. Doch während der 82-jährige Österreicher seinen Ruhestand genießen soll, arbeitet Horner an seinem F1-Comeback. Netflix dürfte ein Horner-Comeback begrüßen, immerhin beruht der Erfolg von "Drive to Survive" vor allem auf den Rivalitäten und Konflikten der Protagonisten.

In der Vergangenheit sorgte vor allem die Rivalität zwischen Horner und Toto Wolff sowie zwischen Horner und Zak Brown für Zündstoff. Letzterer ist überzeugt, schon bald wieder auf seinen "alten Rivalen" zu treffen. "Ich bin überzeugt, dass Christian zurückkehrt. Ich glaube nicht, dass Helmut zurückkommt, aber ich könnte mich irren. Aber Christian kommt sicher zurück", erklärte Brown im Marshall Pruett Podcast und nutzte die Gelegenheit gleich für einen kleinen Seitenhieb.

Brown hat schon einen "Horner-Nachfolger" im Blick

"Ich finde, dass die Boxengasse im Moment ein etwas netterer Ort ist. Aber seien wir ehrlich, das ist nur vorübergehend." Entsprechend müssten sich Fans von Drive to Survive auch keine Sorgen machen, dass künftige Staffeln "langweilig werden". "Das ist nicht die Kultur unseres Sports", betonte der McLaren-CEO. In Horners Abwesenheit hat Zak Brown auch schon einen möglichen neuen Rivalen entdeckt und zwar Jonathan Wheatley, seines Zeichens Audi-Teamchef und eigentlich mit Brown befreundet.

"John und ich sind befreundet, lieben aber auch den Wettkampf. Daher kann ich garantieren, dass wir, wenn Audi näher an die Spitze heranrückt, zu Rivalen werden. Trotzdem wird der gegenseitige Respekt bleiben und das ist wichtig", so Brown. Audi steht 2026 erstmals in der Startaufstellung der Königsklasse. In unserem Video schauen wir uns an, wo Audi vor dem Saisonauftakt in Melbourne steht.

Wo steht Audi nach den Formel-1-Tests 2026 wirklich? (14:06 Min.)