Max Verstappen und Fernando Alonso. Beide mehrfache Formel-1-Weltmeister, beide Motorsport-begeistert und beide teils in der Rolle der Underdogs. Alonso besonders 2012, Verstappen 2025. Doch schon immer hegten die beiden eine gegenseitige Sympathie. Woher die kommt, erzählen die beiden Ex-Weltmeister.
Fernando Alonso: Wir waren beide nicht die Guten
Dabei fuhr Fernando Alonso schon mit Max Verstappens Vater Jos in der Formel 1. Alonso debütierte 2001 in der Königsklasse, während Jos Verstappen nach der Saison 2003 Schluss machte. Drei Jahre fuhren die beiden also zusammen. Von da an dauerte es 12 Jahre, bis Max Verstappen mit Toro Rosso 2015 das Feld aufmischte.
"Wir wussten alle, dass er der nächste große Star sein würde. In meinem Fall hatte ich jedenfalls immer großen Respekt vor ihm", berichtet Alonso.
Ein Aspekt, der die beiden aus Alonsos Sicht ebenfalls verbindet? Die nicht-britische Herkunft. Sowohl Verstappen als auch Alonso übten immer wieder Kritik an der zu einseitigen Berichterstattung britischer Medien aus ihrer Sicht. Besonders Alonso hebt das auch oft bei den Stewards hervor.
"Ich denke, wenn man aus Ländern kommt, die sich nicht so sehr für die Formel 1 interessieren, ist es ein hartes Umfeld", erzählt Alonso. "Wenn man hierherkommt und zu Beginn seiner Karriere Erfolge hat, ist man vielleicht nicht der Gute. Man passt nicht in das System. Man ist mehr man selbst, als man sein sollte. Und ich glaube, das habe ich auch bei Max gesehen."
Max Verstappen: Fernando Alonso ist einfach er selbst
Verstappen betrachtet eher Alonsos Persönlichkeit. "Was mir gefällt, ist Fernandos Mentalität und seine allgemeine Persönlichkeit. Er ist einfach er selbst, was ich sehr angenehm finde. Man bekommt, was man sieht", so der Niederländer. Dazu kommt der unstillbare Wille des Spaniers, der während der nächsten Saison bei Aston Martin seinen 45. Geburtstag feiert.
"Er ist ein echter Kämpfer und das ist er immer noch. Ich habe großen Respekt vor Fernando, dass er es in seinem Alter immer noch macht", so Verstappen, der sich danach noch scherzend bei Alonso entschuldigt. "Sorry. Aber es ist sehr schön zu sehen, dass er so viel Leidenschaft für den Sport hat."
Dabei erlaubt er sich sogar eine kleine Spitze gegen sein aktuelles Team, das früher mit Sebastian Vettel gegen Fernando Alonso und Ferrari um die Weltmeisterschaft fuhr. Alonso verlor allerdings sowohl 2010 als auch 2012 knapp gegen Vettel.
"Bevor ich in der Formel 1 war – das klingt vielleicht komisch –, aber als Fernando gegen Red Bull gefahren ist, habe ich ihm die Daumen gedrückt", gibt Verstappen zu. "Dass er als Außenseiter diese Siege mit diesem Auto eingefahren ist, obwohl er es eigentlich nicht sollte - das fasziniert einen", sagt Verstappen.
In einer ähnlichen Situation befand sich Verstappen 2025. Auch er fuhr mit dem oft unterlegenen Red Bull gegen McLaren um den Titel - und verpasste die Weltmeisterschaft um nur zwei Punkte. Alonso scheiterte 2012 um drei Punkte an Vettel und Red Bull.
Während Fernando Alonso und Max Verstappen nächstes Jahr noch in der Formel 1 dabei sind, ist Dr. Helmut Marko das nicht mehr. Wir sprechen im Video darüber.



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