Der Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft 2025 findet längst nicht mehr ausschließlich auf der Rennstrecke statt. Nachdem Max Verstappen am Donnerstag in Katar Oscar Piastri sehr offensiv dazu riet, sich keiner möglichen Stallorder zu fügen, goss der amtierende Weltmeister später in Interviews weiter Öl ins Feuer.
"Wir sind nur noch wegen Fehler anderer im Kampf, nicht wegen dem, was wir gemacht haben", sagte er im Interview mit formula1.com und fügte an: "Wenn wir ein dominantes Auto wie das ihre hätten, dann wäre die WM schon längst vorbei."
Nach dem Sprint in Katar mussten die McLaren-Piloten erstmals zu den Aussagen Stellung nehmen. Lando Norris, der seinen Vorsprung mit Platz drei um einen Punkt auf Verstappen auf insgesamt 25 ausgebaut hatte, schoss dabei scharf zurück.
"Max kann gerne alles sagen, was er will. Er hat es sich verdient, er hat vier Weltmeisterschaften gewonnen. Ich habe großen Respekt vor ihm", streute er seinem Kontrahenten zunächst Rosen, um dann zum Gegenschlag auszuholen: "Max hat in der Regel einen guten Überblick über viele Dinge, aber es gibt auch eine Menge Dinge, von denen er keine Ahnung hat."
Verstappen und Norris zanken sich seit 2024
"Das ist auch die Art und Weise, wie Red Bull Dinge angeht: mit dieser aggressiven Art und indem sie oft Unsinn reden", so Norris weiter. Ursprünglich verstanden sich Norris und Verstappen bestens, doch seit die beiden im vergangenen Jahr erstmals gegeneinander um den Titel fuhren, kommt es immer wieder zu Kontroversen.
Schon im vergangenen Jahr behauptete Verstappen mehrfach, dass er im McLaren den Titel schon früher eingefahren hätte. In der Tat musste sich Norris vor allem zu Beginn der Saison 2025 wieder einige Fehler ankreiden lassen, zuletzt fuhr der Brite aber weitestgehend fehlerlos.
Red Bull gegen McLaren: Zak Brown vs Christian Horner
Auch zwischen den beiden Rennställen gibt es immer wieder Streit. 2024 warf McLaren Red Bull vor, einen Mechanismus zu haben, mit dem die Bodenfreiheit während des Parc-fermes verändert werden konnte. Zuvor gab es Streit über den McLaren-Heckflügel, der vielen im Fahrerlager zu flexibel war und mit einer Technischen Direktive ausgebremst wurde.
Vor allem zwischen McLaren-CEO Zak Brown und Red Bulls Ex-Teamchef Christian Horner gab es einigen Fehden. Zu Beginn der Saison 2025 gab es immer wieder Vorwürfe, McLaren würde die Reifen illegal kühlen.
In Austin wurde ein weiterer Streit publik: Red-Bull-Mechaniker entfernten vor dem Start eine Markierung von der Boxenwand, die Norris als Referenz diente. Weil McLaren mit speziellen Tapes verhinderte, dass die Markierung einfach abgezogen werden konnte, wurde ein Red-Bull-Mechaniker beim Versuch zu spät auf der Startaufstellung erwischt. Red Bull kassierte dafür eine massive Geldstrafe. Neu-Teamchef Laurent Mekies ließ dieses Prozedere anschließend einstellen.



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