Nach dem Belgien-GP sind auch die letzten Zweifel ausgeräumt: Max Verstappen wird in der kommenden Formel-1-Saison bei Red Bull bleiben. Das vermeldete Erik van Haren vom niederländischen De Telegraaf am Sonntag nach dem F1-Rennen in Spa. Van Haren ist eng mit dem Verstappen-Lager vernetzt, weshalb diese Meldung als sichere Quelle angesehen werden kann.
Demnach scheitert ein potenzieller Umstieg schon im Ansatz. Denn nach dem vierten Platz in Belgien steht fest, dass die Ausstiegsklausel von Verstappen nicht greifen wird. Diese hätte ihm erlaubt, seinen Red-Bull-Vertrag aufzulösen, falls er sich nicht in den Top-3 der Fahrer-WM befindet. Über die damit verbundene Deadline wurde ja in den vergangenen Tagen und Wochen viel spekuliert.
Formel-1-Rätsel gelöst: Verstappen-Klausel greift nach Ungarn
Die Klausel greift offiziell erst mit dem Beginn der Sommerpause nach dem Ungarn-GP am nächsten Wochenende. Doch da Verstappen bereits jetzt 28 Punkte vor George Russell in der Formel-1-WM positioniert ist, kann er den dritten Platz rein mathematisch dort gar nicht mehr verlieren. Damit verkommt die Fahrerfrage bei Mercedes zur Formsache. Alles andere als eine Verlängerung von George Russell und Kimi Antonelli als Stammfahrer ist kaum vorstellbar.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte schon vor dem Belgien-Wochenende durchklingen lassen, dass man mit einer Beibehaltung des Status Quo rechnet. "Die Fahrtrichtung ist, dass wir mit George und Kimi weitermachen wollen", sagte der Österreicher gegenüber ORF. Eine endgültige Absage gegen Verstappen ließ er sich im selben Interview aber nicht entlocken. Wohl, weil noch eine mathematische Chance bestand, dass Verstappens Ausstiegsklausel doch noch greifen könnte.
Auch abgesehen von der Ausstiegsklausel war ein Wechsel von Verstappen zu Mercedes alles andere als garantiert. Ein Rückkauf des Vertrags sei kein Thema gewesen. Der vierfache Weltmeister betonte am vergangenen Donnerstag, dass er glücklich bei dem Erfolgsteam aus Milton Keynes ist. Auch mit dem neuen Teamchef Laurent Mekies pflegt er ein gutes Verhältnis.
Unklar ist nach wie vor, ob das Aus von Christian Horner als Teamleiter bei Red Bull mit der Verstappens Zukunft in Verbindung steht. Angesprochen auf den Abgang von Horner gab sich der 65-fache Grand-Prix-Sieger in der vergangenen Woche zurückhaltend. Er betonte aber, dass er keine schlechte Beziehung zu dem Briten gepflegt habe, und sich diese auch nicht ändern werde.
Das kann bei Leibe nicht vom gesamten Verstappen-Lager behauptet werden. Vater Jos war einer der Chefkritiker von Horner, den er mehrmals scharf angegriffen hatte. So hatte er ihm im Zuge der Chat-Affäre zu Beginn der Formel-1-Saison 2024 vorgeworfen, dass unter ihm das Team zerrissen werde.



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