Alpine ist das Sorgenkind der Formel-1-Saison 2025. Das Team aus Enstone ist mit 19 WM-Punkten Letzter der Konstrukteurswertung und hat bereits 10 Zähler Rückstand auf den Vorletzten Haas. Pierre Gasly gelang zuletzt in Silverstone zwar mit Platz sechs eine Überraschung. Abgesehen davon gab es allerdings nur an drei weiteren Wochenenden Zählbares.
Insbesondere bei extremen Bedingungen kommt der Alpine A525 an seine Grenzen, wie Gasly am Rande des Silverstone-Wochenendes erklärte. Der Franzose erinnerte an den Österreich-GP eine Woche zuvor. "Traurigerweise hat es [das Wetter; d. Red.] unsere fehlende Performance veranschaulicht, mit der wir im Moment kämpfen. Und damit müssen wir bis Jahresende klarkommen", rief Gasly ins Bewusstsein.
Denn im Gegensatz zu Mittelfeld-Teams wie Sauber oder Aston Martin hält sich Alpine mit Updates stark zurück. "Seit Jahresanfang fokussieren wir uns auf 2026 und ich stehe voll dahinter", erklärte Gasly die Hintergründe. Während insbesondere Sauber dank neuer Teile zuletzt mit Nico Hülkenberg aufs Podest fuhr, muss Gasly weiterhin ohne weitgreifende Technik-Updates auskommen.
Unter diesen Vorzeichen Plätze in der Teamwertung gutzumachen, wird zur Mammutaufgabe. "Wir sind definitiv nicht am richtigen Ende des Mittelfelds und müssen jedes Wochenende einen riskanten Ansatz wählen", weist der 29-Jährige auf die komplizierte Setup-Entwicklung hin. Trotz der Umstände bleibt die Vorgabe unmissverständlich: "Wir versuchen, so hart zu kämpfen, wie wir können."
Formel-1-Aufholjagd wie 2024? Pierre Gasly wenig zuversichtlich

In der vergangenen Saison legte Alpine in der Schlussphase eine erstaunliche Aufholjagd hin. Mit dem Doppelpodium in Brasilien und weiteren starken Resultaten sicherte sich der französische Rennstall noch den sechsten Platz der Konstrukteurswertung. "Letztes Jahr wollte man uns abschreiben und wir haben kurz vor dem Ende die Kehrtwende geschafft", sind Gasly die letzten vier Rennen des Vorjahres in bester Erinnerung.
Ob auch in diesem Jahr der Umschwung gelingt? "Wenn du meine ehrliche Meinung willst", holt Gasly aus. "Dieses Jahr ist es ein wenig anders. Letztes Jahr hatte ich am Ende ein Auto, mit dem ich rein von der Pace um vier Punkte kämpfen konnte. Jetzt sind wir nicht einmal nah an einem Punkt. Wir sind langsamer als die Autos, mit denen wir kämpfen."
Zuversicht hört sich anders an. Noch zwölf Rennen verbleiben in der Saison 2025. Das sportliche Abschneiden ist allerdings nicht die einzige Baustelle bei Alpine. Bisher konnte nur Gasly Punkte für das Enstone-Team einfahren. Weder Jack Doohan noch Franco Colapinto konnten in jeweils sechs Rennen ihren Beitrag leisten.
Auch wenn sich das in Zukunft ändern sollte, sieht Gasly Schwarz in Sachen Aufholjagd. "Wir brauchen Hilfe", verweist der Franzose auf Schützenhilfe anderer Konkurrenten. "Auf dem Papier sieht es schwierig aus, die Lücke zu schließen."
Alpine wird auch als nächster Rennstall des Ex-Red-Bull-Teamchefs Christian Horner gehandelt. Welche Optionen hat Horner noch? Alles dazu hier im Video:



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