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Formel 1

Formel 1, Gasly versteht Red Bull nicht: Bin besser als Perez

Pierre Gasly geht auch 2022 für AlphaTauri an den Start. Doch zufrieden ist er damit nicht. Er findet: Für Red Bull könnte er mehr leisten als Sergio Perez.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Obwohl Pierre Gasly in der Formel-1-Saison 2021 praktisch im Alleingang AlphaTauri im Kampf um den fünften WM-Rang hält, erhält er im kommenden Jahr keine Chance beim Schwesterteam von Red Bull. Gasly kann das nicht nachvollziehen: Er rätselt wie die Leistungen von Sergio Perez besser sein sollen als seine eigenen.

Gasly: Beste AlphaTauri-Saison ever

Gasly wurde 2019 nach einer starken ersten Formel-1-Saison zu Red-Bull befördert, wo er allerdings nach einer verpatzten ersten Saisonhälfte seinen Posten umgehend wieder räumen musste. Seitdem fährt er wieder für Toro Rosso bzw. AlphaTauri wo er zur Höchstform aufläuft. Deshalb schielte er schon auf einen Platz neben Max Verstappen im Team von Red Bull

Doch aus einem Aufstieg zu Red Bull wurde nichts, stattdessen bleibt er ein weiteres Jahr beim kleineren Schwesterteam. Vor einer Woche kam die offizielle Vertragsverlängerung. Im Rahmen des Italien-GPs brachte er seinen Unmut zum Ausdruck.

"Ich habe die beste Saison von allen Fahrern, seit Toro Rosso und AlphaTauri vor 15 Jahren in die Formel 1 eingestiegen sind", behauptete der Franzose gegenüber dem TV-Sender Canal+ großspurig, "dennoch werde ich nicht mit einem besseren Platz belohnt", so Gasly.

Statistisch lässt sich diese Behauptung allerdings nicht ganz belegen. Gasly ist im Moment Neunter der WM, in der Formel-1-Saison 2008 schnitt Sebastian Vettel mit P8 noch um eine Spur besser ab.

Red Bull entscheidet sich für Perez

Der 25-Jährige beklagte: "Ich bin nicht derjenige, der die Entscheidungen trifft, aber wenn man einige Leistungen sieht, gibt es Dinge, die wir nicht wirklich verstehen." Konkret geht es um den Platz von Sergio Perez auf den er seit längerem schielt. Der Italien-GP-Sieger des letzten Jahres wunderte sich: "Red Bull zieht es vor, mit Sergio weiterzumachen. Aber beim Wochenende in Zandvoort schied er in Q1 aus und wurde eine Runde hinter seinem Teamkollegen Achter."

Gasly hingegen lieferte beim Niederlande-GP eine seiner besten Performances des Jahres ab und beendete das Rennen sowie die Qualifikation auf dem vierten Rang. Sein zweitbestes Resultat der Saison nachdem er beim chaotischen Aserbaidschan-GP auf das Podium fahren konnte.

In den bisherigen 14 Saisonläufen der Formel-1-WM konnte Gasly insgesamt 66 Punkte sammeln. Im Vergleich dazu: Der zweite AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda ergatterte sich bislang nur 18 Zähler. Noch eindrucksvoller ist die Statistik auf eine Runde. Bei allen bisher gefahrenen Grands Prix triumphierte Gasly - teils auch deutlich - auf einer Runde über den jungen Japaner. Seine perfekte Startplatz-Statistik wurde nur durch den Sprint in Monza zerstört, wo er in der ersten Runde verunfallte.


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