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Formel 1: AlphaTauri bestätigt Tsunoda und Gasly für 2022

AlphaTauri setzt für die Formel-1-Saison 2022 auf Konstanz. Pierre Gasly und Yuki Tsunoda werden auch unter dem neuen Regelwerk für das Team starten.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Auch in der Formel-1-Saison 2022 werden Pierre Gasly und Yuki Tsunoda für AlphaTauri in der Formel 1 an den Start gehen. Das gab der Rennstall aus dem italienischen Faenza am Dienstagvormittag bekannt. Gasly, der im vergangenen Jahr in Monza sein erstes Formel-1-Rennen gewann, gehört dem Team nach einem Ausflug zu Red Bull Racing wieder seit der zweiten Saisonhälfte 2019 an. Tsunoda feierte beim Bahrain GP 2021 sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports.

Der von Franz Tost geführte Rennstall betont in seiner Mitteilung, dass er mit den bekannten Fahrern Stabilität und Konstanz wahre, während im kommenden Jahr ein neues technisches Regelwerk eingeführt wird. "In den vergangenen Jahren war Pierres Entwicklung beeindruckend und mit uns hat er alle drei Plätze auf dem Podium belegt", sagt Tost. "Er ist mit dem zweiten Platz 2019 in Brasilien gestartet, hat dann unseren Heim-Grand-Prix im darauffolgenden Jahr in Monza gewonnen und hat auch schon dieses Jahr mit Platz drei in Baku ein Podiumsergebnis erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass da noch einiges kommen wird."

Auch für Rookie Tsunoda, der als erster Japaner bei seinem Debütrennen Formel-1-Punkte einfuhr, findet der Österreicher lobende Worte. "Yuki ist als Rookie in unser Team gekommen und lernt jeden Tag dazu. Das Feedback der Ingenieure zeigt, dass er alle Informationen aufsaugt und sich verbessert", meint Tost.

Gasly übernimmt Rolle des Teamleaders

Nach 13 von aktuell geplanten 22 Rennen liegt AlphaTauri in der Konstrukteurs-WM auf dem sechsten Platz. Neben Red Bull ist es das einzige Team, das in jedem Rennen Punkte eingefahren hat. In der Fahrerwertung nimmt Gasly aktuell Rang acht ein. Yuki Tsunoda ist 13.

Gasly starte seine Formel-1-Karriere 2017 beim Vorgängerteam Toro Rosso. Nach einer ersten vollen Saison 2018 stieg er 2019 zu Red Bull Racing auf. Im 'A-Team' konnte er sich aber nicht etablieren und wurde wie vor ihm Daniil Kvyat zurückversetzt. Bei AlphaTauri übernahm der Franzose in den vergangenen Jahren mit seinen Leistungen die Rolle des Teamleaders.

Halbzeitfazit AlphaTauri: Dank Gasly vor dem nächsten Schritt: (08:09 Min.)

Der 77-fache Grand-Prix-Teilnehmer sagt: "Ich bin sehr glücklich, eine weitere Saison mit AlphaTauri in der Formel 1 zu bestreiten. Vor allem, da ich den Fortschritt sehe, den wir seit meinem Einstieg 2017 erzielt haben. Wenn ich die Performance sehe, die wir dieses Jahr bisher gezeigt haben, denke ich, dass es noch großartige Ziele zu erreichen gibt, vor allem mit den Veränderungen in der Meisterschaft für 2022."

Tsunoda mit wechselhaften Leistungen

Tsunoda, der im vergangenen Jahr die Formel-2-Meisterschaft als bester Rookie auf Rang drei beendete, erklärt: "Es ist eine unglaubliche Gelegenheit für mich. Ich bin dem Team und Dr. Marko so dankbar, dass sie mir weiter die Möglichkeit geben, meine Erfahrung in der Formel-1-auszubauen. Meine Beziehung zu Pierre ist sehr gut und ich habe dieses Jahr schon eine Menge von ihm gelernt. Seine Erfahrung hilft mir, meine Fähigkeiten zu verbessern. Es ist großartig, meinen Formel-1-Weg weiter mit ihm zu bestreiten."

Nach seinem starken Saisonstart geriet der Japaner nach Fehlern in den darauffolgenden Qualifyings und Rennen zunehmend in die Kritik. Beim Emilia Romagna GP in Imola crashte er im in Q1, in Le Castellet war sein Rennen bereits nach der ersten Runde beendet. Tsunodas Bilanz: In den ersten sieben Grands Prix baute er samstags drei Unfälle.

Red-Bull-Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko war vor allem die Sturheit seines Schützlings ein Dorn im Auge. Der bis dahin in Großbritannien lebende Tsunoda zog nach Italien, um näher am Team zu sein und dort geformt zu werden. "Ich bin nach dem Monaco GP direkt nach Faenza geflogen und habe von Franz Tost einen Tagesplan bekommen. Die Gym-Sessions sind viel länger als normalerweise. Hoffentlich kann ich am Ende des Jahres wie ein Bodybuilder aussehen", nahm der 21-Jährige die Situation im Frühjahr mit Galgenhumor.

Zu Beginn des Jahres eilte ihm sein Ruf voraus. Nach Platz acht in Bahrain schrieb Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn in seiner obligatorischen Kolumne auf der offiziellen Website der Königsklasse: "Von Yuki Tsunoda bin ich richtig begeistert. Ich habe ihn am Wochenende zum ersten Mal getroffen, er hat einen wirklich beeindruckenden Charakter. Er ist ziemlich unterhaltsam - und seine Sprache im Auto kann ein wenig schlüpfrig sein!" Von seinem impulsiven Naturell konnten sich die TV-Zuschauer in eingeblendeten Funksprüchen des Öfteren überzeugen.


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