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Formel 1 - Nach Kritik an Mercedes: Hamilton rudert zurück

Lewis Hamilton gesteht eine Mitschuld an den strategischen Entscheidungen von Mercedes in Monaco ein. Er gelobt: Konstruktive Kritik nur noch teamintern.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Vor dem Formel-1-Rennen in Aserbaidschan leidet Mercedes immer noch an den Nachwehen des schlechtesten Rennens dieses Jahres in Monaco. Während Valtteri Bottas die Kritik von Toto Wolff nicht hinnehmen wollte, dass er an seinem verpatzten Boxenstopp eine Mitschuld trage, schlug Lewis Hamilton sanfte Töne an. Der Champion relativierte seine Kritik an der Mercedes-Strategie beim GP in Monte Carlo.

Hamilton über Monaco-Strategie: Selbst schuld

"Ich denke in der Hitze des Gefechts sagt man manchmal nicht die besten Dinge", gab Lewis Hamilton vor dem Großen Preis von Aserbaidschan mit Blick auf das vergangene Rennen in Monaco zu.

Konkret meinte er damit seine Aussagen über die Strategie seines Rennstalls auf dem Weg zum siebten Platz im Fürstentum. Dort hatte Mercedes versucht durch einen Undercut die Position gegen Pierre Gasly gutzumachen. Doch dieser Versuch schlug fehl und Hamilton blieb erneut hinter Gasly hängen, der eine Runde später seinen Stopp einlegte. Durch die Overcut-Strategien von Sebastian Vettel und Sergio Perez büßte er stattdessen sogar zwei Plätze ein.

Doch bei der Entscheidung, ihn früher an die Box zu holen, war Hamilton nicht ganz unbeteiligt. "Man kann nicht einer einzelnen Person die Schuld zuschieben, denn ich war Teil des Entscheidungsprozesses. Nach der Analyse stellte ich fest, dass ich Dinge gesagt habe, die einen Dominoeffekt in Gang gesetzt haben", gab Hamilton zu.

Dennoch sei Kritik angebracht, allerdings nur innerhalb des Teams. Der Weltmeister sagte: "Konstruktive Kritik ist immer eine gute Sache, die man aber besser hinter geschlossener Türe äußert."

Hamilton nicht mehr WM-Führender: Macht keinen Unterschied

Nach der Mercedes-Niederlage von Monaco steht aber bereits das nächste Stadtrennen an. Doch die sechs Kilometer lange Strecke im Zentrum von Baku stellt die Formel-1-Piloten vor gänzlich andere Herausforderungen. "Es ist eine etwas andere Strecke mit anderen Anforderungen und Temperaturen", pflichtete dem Hamilton bei, der 2018 am Kaspischen Meer erfolgreich war.

Dass Hamilton erstmals in dieser Saison nicht die Meisterschafts-Führung innehat, lässt den siebenfachen Weltmeister ziemlich kalt. "Es fühlt sich nicht anders an. Wir sind das ganze Jahr über Jäger, egal ob wir vorne oder hinten sind. Wir haben alle dasselbe Ziel und das lautet: Rennen und Meisterschaften gewinnen."


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