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Formel 1 - Verstappen kontert Hamilton: Muss nichts beweisen

Die Formel-1-Titelkandiaten Max Verstappen und Lewis Hamilton liefern sich vor dem Monaco-Grand-Prix einen Schlagabtausch. Kracht es zwischen den Beiden?
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Das Duell Max Verstappen gegen Lewis Hamilton wurde in dieser Formel-1 bereits mehrmals auf des Messers Schneide ausgetragen - inklusive leichtem Kontakt. Doch zu einer ernsthaften Kollision zwischen den beiden Titelkontrahenten kam es noch nicht. Kann das so bleiben? Verstappen geht die Frage auf die Nerven. Sein Statement: Als Rennfahrer will man immer Kollisionen vermeiden.

Formel 1: Hamilton warnt vor Crash-Gefahr mit Verstappen: (09:44 Min.)

Hamilton-Kritik: Verstappen unvorsichtiger?

Lewis Hamilton schob angesprochen auf eine mögliche Eskalation in diesem Duell den schwarzen Peter Max Verstappen zu. Der Weltmeister sagte im Bezug auf den Niederländer: "Wahrscheinlich hat er mehr das Gefühl, etwas beweisen zu müssen. Ich bin da nicht im selben Boot. Ich denke langfristig und habe eher eine Marathon- als eine Sprint-Mentalität", sagte Hamilton und übte damit unterschwellige Kritik am Red-Bull-Fahrer.

Verstappen wollte diese Aussage nicht so stehen lassen und gab zurück: "Ich habe überhaupt nichts zu beweisen. Kontakt zu vermeiden ist eine Sache, die in beide Richtungen gemacht wird. Das haben wir bisher geschafft, aber wir fahren hart." So soll es auch in Zukunft bleiben, wenn es nach dem Geschmack des Red-Bull-Piloten geht: "Lasst uns hoffen, dass wir das beibehalten können", so Verstappen.

Verstappen: Zak Brown redet viel

Angestoßen wurde die gesamte Diskussion durch eine Aussage von Zak Brown. Der McLaren-CEO äußerte zwischen den Grands Prix in Spanien und in Monaco die Hoffnung, dass seine Fahrer im Laufe der Saison als lachender Dritter aus diesem Zweikampf hervorgehen könnten, wenn "in Kurve 1 keiner mehr nachgibt und keiner herauskommt." Brown ist davon überzeugt, dass diese unvermeidliche Kollision früher oder später in der Formel-1-Saison 2021 stattfinden wird.

Verstappen ist von dem Thema aber sichtlich genervt. "Ich weiß gar nicht mehr was ich noch dazu sagen soll. Wir Rennfahrer versuchen niemals zu crashen. Es bringt wohl einfach ein größeres Publikum, wenn man sagt dass es eine Frage der Zeit ist [bis wir kollidieren] als wie wenn man sagen würde, dass wir bisher einige großartige Rennen hatten", echauffierte sich Verstappen. In Bezug auf Brown meinte er lapidar: "Zak redet gerne viel."

Formel 1: Hamilton warnt vor Crash-Gefahr mit Verstappen: (09:44 Min.)

Verstappen vs. Hamilton 2021: Eine Chronologie

Verstappen und Hamilton beendeten in der Formel-1-Saison 2021 sämtliche Rennen auf den ersten beiden Positionen. Dabei trafen sich die beiden Kontrahenten bei praktisch jedem Rennen auch auf der Strecke. In Imola und Barcelona drückte sich Verstappen jeweils auf dem letzten Zacken in Kurve 1 am siebenfachen Champion vorbei. Beim Großen Preis der Emilia Romagna kam es dabei sogar zu einer leichten Berührung, als er Hamiltons Mercedes W12 außen verhungern ließ.

In Bahrain zog Verstappen in einem kontaktlosen aber nicht minder hitzigen Duell auf den letzten Runden den Kürzeren, als er an Hamilton durch ein illegales Manöver abseits der Streckenbegrenzungen vorbeiging und auch in Portugal hatte Hamilton das bessere Ende für sich nachdem er zwischenzeitlich von dem Red-Bull-Piloten überholt wurde.

Verstappen dämpft Monaco-Erwartungen

Max Verstappen geht somit bereits mit etwas Rückstand in den Großen Preis von Monaco. Dort favorisieren viele allerdings den Red Bull RB17, der bisher im Qualifying besser performen konnte als auf die Renndistanz. Auf dem engen Straßenkurs von Monaco ein klarer Vorteil.

Doch Verstappen will von dieser prognostizierten Favoritenstellung nichts wissen. "Ich bin noch keine einzige Runde gefahren", sagte er am Mittwoch. "Monaco war bisher nicht meine beste Strecke. Aber es wäre sicherlich ein gutes Wochenende, um das zu ändern."


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