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Formel 1

Formel 1, Kubica wirft Räikkönen-Auto weg: Hatte mehr erwartet

Robert Kubica pfeffert bei seinem Trainingseinsatz für Alfa Romeo in Barcelona den C41 von Kimi Räikkönen ins Kiesbett. Pole hatte mehr vom Auto erwartet.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Vorzeitiges Ende bei Robert Kubicas zweiter Rückkehr des Jahres in ein Formel-1-Auto: Nachdem der Pole für Alfa Romeo bereits den Shakedown des neuen C41 in Barcelona bestritten hatte, saß Kubica nun für einen Einsatz im Freitagstraining im Rahmen des Spanien Grand Prix erneut im Alfa-Sauber. 15 Minuten vor dem Ende der Session verlor der Testfahrer den Boliden von Kimi Räikkönen in der neu designten Kurve zehn - und strandete unwiderruflich im Kiesbett.

Robert Kubica erklärt Abflug in Barcelona

„Ich habe den Griplevel mit den weichen Reifen etwas falsch eingeschätzt und habe mich am Kurveneingang gedreht. Eigentlich war ich eingangs am Limit des Grips, dann ist das Auto ausgebrochen und ich bin im Kiesbett festgesteckt“, schildert Kubica bei F1.com seinen Fehler.

Dass Alfa Romeo zu diesem Zeitpunkt ein paar neue Dinge ausprobiert habe, sei keine Entschuldigung. „Dann war das Gefühl nicht mehr so toll“, sagt Kubica zwar. „Trotzdem - ich habe mich für den Fehler entschuldigt. Es ist nie so leicht, wenn du so wenig Zeit hast, aber ich habe einen ziemlich hohen Preis für einen in meinen Augen kleinen Fehler bezahlt.“

Kubica vom C41 enttäuscht: Schlechter als gedacht

Zurückgekehrt war Kubica vor allem deshalb ins Cockpit, um einen Vergleichstest zu fahren. Alfa erhofft sich durch die zusätzliche Perspektive eines noch dazu erfahrenen Piloten neue Erkenntnisse. So kennt Kubica den C41 schon von seinem Shakedown - wenngleich das noch mit speziellen Reifen geschah. Doch selbst mit den regulären Pneus zieht Kubica nun keine sonderlich positive Bilanz zu den Fortschritten des Schweizer Teams seit der Jungfernfahrt. „Auf den ersten Runs waren die Reifen nicht so leicht aufzuwärmen und auch das Gefühl im Auto war nicht so toll wie ich erwartet hatte“, berichtet Kubica.

Erst am Donnerstag hatten die Stammfahrer Räikkönen und Antonio Giovinazzi zu Protokoll gegeben, Alfa Romeo sei zwar besser als im Vorjahr, allerdings noch nicht aus eigener Kraft in der Lage, immer die Top-10 zu fahren. Platz zwölf wie für Giovinazzi in Portimao sei das realistische Bild, hieß es da. Nach drei Rennen steht Alfa Romeo wie Williams und Haas noch ohne WM-Punkte da.

Das erste Training beendete Kubica auch nach seinem vorzeitigen Ausscheiden auf dem 19. Gesamtrang, mehr als zwei Sekunden und sechs Positionen hinter Giovinazzi (13). In der zweiten Session bestätigte der Italiener dieses Ergebnis, Kimi Räikkönen landete in seiner ersten Session des Jahres in Spanien auf P16. Das Auto des Finnen war trotz des Abflugs Kubicas in der vorherigen Session sofort einsatzbereit.

Räikkönen-FP2 nicht beeinträchtigt, Kubica vor Test

Kubica wird bereits in der Woche nach dem Spanien-GP erneut im Alfa Romeo C41 platznehmen. Gemeinsam mit Alpine und Red Bull bestreitet das Team am Dienstag und Mittwoch Reifentestfahrten für Pirelli. 2022 werden in der Formel 1 18-Zoll-Räder eingeführt.


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