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Formel 1

Formel 1, Bahrain-Test: Ferrari trotz Motor-Anomalie im Plan

Ferrari-Pilot Charles Leclerc sorgte beim Formel-1-Testauftakt 2021 in Bahrain für die erste rote Flagge. Dennoch konnte der SF21 das Plansoll erfüllen.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Testfahrten sollen für Ferrari in der Saison 2021 eine Trendwende nach dem blamablen Pleitejahr 2020 einläuten. Damit das gelingt, hat die Scuderia trotz der Regelkontinuität in den Wintermonaten einiges an ihrem Einsatzboliden verändert. Vor allem der neue Motor sollte die Leistungsschwäche der Ferrari-Antriebseinheit aus dem letzten Jahr wettmachen.

Ferrari-Motor sorgt für Unterbrechung

Doch genau die Power-Unit war es, die zum Auftakt der Testfahrten der Ferrari-Crew Kopfzerbrechen bereitete. Kurz vor dem Ende der vierten Stunde der Vormittags-Session beorderte man Charles Leclerc, den Boliden am Ausgang von Kurve 4 abzustellen.

Den Grund dafür, klärte Ferrari am späten Nachmittag auf. Eine Anomalie beim Verbrennungsmotor war offenbar für den verfrühten Feierabend des Monegassen verantwortlich.

Bei der Anweisung, den Wagen schnellstmöglich zum Stillstand zu bringen, handelte es sich wohl vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme. Nachdem das Team die Mittagspause genutzt hatte, um den Boliden genauer zu inspizieren, wurde der Wagen mit Carlos Sainz am Steuer am wieder auf die Strecke entlassen. Für den Spanier, der im Winter von McLaren gekommen ist, waren es die ersten Kilometer für das Traditionsteam aus Maranello.

Sainz noch nicht am Limit

Die Motor-Anomalie des Vormittages hatte kaum Einfluss auf den Testablauf des Neuzugangs. Sainz sagte: "Wir fuhren ein bisschen später auf die Strecke, aber dafür verkürzten wir dann unsere Aufenthalte an der Box. Am Ende konnten wir alle geplanten Runden absolvieren".

Sainz zog allgemein ein positives Resümee seiner ersten Fahrt in Rot. Trotz seiner Anpassungsschwierigkeiten an den Ferrari. "Jedes Fahrzeug verlangt einen anderen Fahrstil", gab Sainz zu Bedenken, "alle Wagen sind komplett verschieden." 100 Prozent konnte der WM-Sechste aus den letzten beiden Saisonen noch nicht aus herausholen. "Ich war noch nicht am Limit. 60 Runden reichen einfach nicht, um sich voll umzustellen", so Sainz.

Insgesamt kam Ferrari trotz des kleinen Schreckmoments am Ende der ersten Test-Session auf insgesamt 115 absolvierte Runden. Bei 57 davon saß Sainz am Steuer, die restlichen 58 Umläufe drehte Charles Leclerc. Morgen wird Carlos Sainz am Vormittag den Ferrari pilotieren. Nachmittags setzt Leclerc die Formel-1-Testfahrten für die Scuderia fort.


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