Formel 1

Formel 1: So soll der neue Europa-Kalender für 2020 aussehen

Die Formel 1 hat mittlerweile einen konkreten Plan für acht Europa-Rennen als Start in die Saison 2020 zusammengestellt. Wie fix ist dieser Kalender?
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Nach wie vor gibt es keinen offiziellen Kalender für die Formel-1-Saison 2020. Seitdem die Serie einen groben Fahrplan für 15 bis 18 Rennen präsentiert hat, ist es still geworden um das Thema. Hinter den Kulissen arbeiten die Formel 1 und die Rennveranstalter allerdings mit Hochdruck daran, so bald als möglich Konkretes auf den Tisch zu bekommen.

Die Rennen in Asien und Amerika, die im Herbst und Winter folgen sollen, sind noch völlig offen. Mittlerweile werden aber zumindest die Pläne für die acht Europa-Rennen, die bis September gefahren werden sollen, klarer. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com sind Events in Österreich, Ungarn, Großbritannien, Spanien, Belgien und Italien kurz vor der Bestätigung. Hockenheim steht für Ausfälle bereit.

Der Formel-1-Plan für die Europa-Saison 2020

Datum Ort
1 5. Juli Österreich
2 12. Juli Österreich
3 19. Juli Ungarn
4 2. August Großbritannien
5 9. August Großbritannien
6 16. August Spanien
7 30. August Belgien
8 6. September Italien

Wie bereits berichtet, gibt es von Formel 1 und FIA schon Pläne, um die Sicherheit bei diesen Rennen im Hinblick auf das Coronavirus bestmöglich zu garantieren. Zuschauer gibt es keine. Das Fahrerlager wird auf eine Minimal-Größe im Bereich von ungefähr 1500 Personen beschnitten, von der lokalen Außenwelt so gut wie möglich abgeschnitten und regelmäßig auf das Virus getestet. So soll der ganze Tross isoliert von Strecke zu Strecke reisen.

Österreich: Warten auf finale Freigabe

Fix ist diese Liste noch nicht. Schon allein deshalb, weil bei einigen Terminen noch die lokalen Behörden grünes Licht geben müssen. Das gilt selbst für den Saisonstart, dem GP am 5. Juli im österreichischen Spielberg. Nachdem Österreich das Coronavirus früh einbremsen konnte, zeigten sich die Rennveranstalter von Red Bull schnell zuversichtlich, dass ein Rennen möglich sein würde.

Das hängt nun aber vom österreichischen Gesundheitsministerium ab. Dort mussten die Veranstalter ein Sicherheitskonzept einreichen. Seit dem 14. Mai wird es überprüft. Sorgfältig, wie die Regierung wiederholt betont. Die Entscheidung wird sehr bald erwartet. Bis jetzt drangen keine Andeutungen von großen Problemen nach außen, und das Land setzt zugleich immer mehr Öffnungen um, auch die Fußball-Bundesliga spielt wieder. Daher scheint das Auftakt-Double am 5. und 12. Juli sehr wahrscheinlich, sollte die Lage in Österreich weiter stabil bleiben.

Fragezeichen hinter Silverstone - Ersatz Hockenheim

Zwei Wochen später hätte eigentlich in Silverstone der nächste Doubleheader folgen sollen, da waren sich Formel 1 und Silverstone sogar schon handelseinig. Doch die britischen Quarantäne-Bestimmungen torpedierten das Vorhaben. Aufgeben will Silverstone aber noch nicht. Kurz nach der Hiobsbotschaft drang über die britische 'Times' nach außen, dass sich Premier Boris Johnson offenbar persönlich für Ausnahmen für die Formel 1 stark machte.

Aktuell sind für Sportler keine Quarantäne-Ausnahmen vorgesehen. Das könnte sich bei der nächsten Revision der Bestimmung ändern. Die Formel 1 plant währenddessen um: Nun soll es direkt nach Österreich an den Hungaroring in Ungarn gehen. Nach diesem Triple-Header wäre ein Wochenende Pause, dann käme Silverstone. Das verschafft Zeit.

Sollten sich die erhofften Ausnahmebestimmungen in Großbritannien jedoch nicht rechtzeitig materialisieren, so steht der Hockenheimring als Ersatz bereit. Der ursprünglich nicht im 2020-Kalender vertretene deutsche Kurs würde dann zwei Geisterrennen ausrichten.

Spanien, Belgien, Italien als Europa-Abschluss?

Direkt nach dem Doubleheader von Silverstone (oder Hockenheim) soll es in Spanien weitergehen. Nach einer Woche Pause würden die Klassiker in Spa und Monza die Europa-Saison voraussichtlich abschließen. Zumindest in Spa-Francorchamps hat man inzwischen die Strecke wieder geöffnet, und sich mit den örtlichen Behörden bezüglich einer Austragung eines F1-GPs geeinigt.

Die Absagen von Zandvoort, Monaco und Le Castellet sind schon bestätigt. Damit blieben nur mehr Rennen außerhalb Europas. Nur für Bahrain und Abu Dhabi wurden bisher Dezember-Termine anvisiert, der Rest bleibt offen. In Summe hätte die Formel 1 aber dann zumindest zehn Rennen hinter sich. Genug für eine nach dem Reglement gültige Weltmeisterschaft.


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