Formel 1

Formel 1 Testtag 5: Ferrari und Mercedes mit Technik-Problemen

Mercedes überrascht am ersten Testtag von Woche zwei mit einem neuen Auto, hat aber Probleme. Ferrari ebenfalls mit Problemen, McLaren auf P1.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Der erste Tag der zweiten Testwoche der Formel-1-Saison 2019 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hatte es in sich. Auf der einen Seite, weil Mercedes mit einem fast komplett neuen Auto auftauchte, auf der anderen Seite, weil Mercedes und Ferrari erstmals auch Probleme hatten. Die Bestzeit von Lando Norris im McLaren wurde da zur Randnotiz.

Kurz nach neun Uhr morgens versammelten sich immer mehr Journalisten und Fotografen vor der Mercedes-Garage. Das Weltmeisterteam zeigte ein rundum erneuertes Auto. Nase, Frontflügel, Endplatten, Bargeboards, Seitenkästen und noch mehr: Der F1 W10 hatte mit der Version der ersten Testwoche nur noch wenig gemein.

Auch bei der Konkurrenz gab es das ein oder andere Update zu erspähen, doch die Dimensionen von Mercedes nahm es nirgends auch nur annähernd an. Ferrari brachte beispielsweise einen neuen Auspuff, der nun über nur zwei Endrohre verfügt. Zwei kleine Wastegate-Pipes wurden durch ein Großes ersetzt.

Ferrari und Mercedes lange in der Garage

Erstmals bei den Testfahrten 2019 zeigten Ferrari und Mercedes auch Schwächen. Valtteri Bottas, der den Silberpfeil am Nachmittag von Lewis Hamilton übernommen hatte, sorgte bald für eine Rot-Phase. Der Finne war wegen Öldruckproblems stehengeblieben. Mercedes musste anschließend die gesamte Power Unit wechseln, Bottas konnte erst in den letzten Minuten wieder auf die Strecke.

Auch bei Ferrari lief nicht alles nach Plan. Im Gegensatz zur ersten Testwoche wechseln sich Charles Leclerc und Sebastian Vettel jeden Tag ab. Der Monegasse begann und hatte Pech: Ein Problem am Kühlsystem ließ ihn lange pausieren. Leclerc kam nur auf 29 Runden. Für Sebastian Vettel lief es besser: Der Deutsche konnte am Nachmittag deutlich mehr als eine Renndistanz abspulen.

In der Zeitenliste gab McLaren den Ton an. Lando Norris sorgte mit 1:17,709 Minuten für die Tagesbestzeit. Der Brite hatte allerdings schon die weichen C4-Reifen aufgezogen. Zusätzlicher Wermutstropfen für McLaren: Norris sorgte unter den wachsamen Augen von Fernando Alonso, der an die Strecke kam, für zwei Rot-Phasen. Ein Druckverlust im Hydrauliksystem sorgte für Probleme. Nach Sessionende rollte auch noch der Alfa Romeo aus, für eine Rotphase sorgte das allerdings nicht mehr.

Red Bull mit wahrer Bestzeit

Die Reifen-korrigiert beste Zeit brannte Pierre Gasly im Red Bull in den Asphalt. Der Franzose umrundete die Strecke in 1:17,715 Minuten auf dem C3-Reifen. Damit war Gasly schneller als Charles Leclerc auf seiner schnellsten C3-Zeit der ersten Testwoche. Aber auch Vettel blieb - ebenfalls mit C3-Reifen - darunter. Der Ferrari-Pilot fuhr nur zwei Zehntel langsamer als Gasly und wurde Vierter.

Zwischen Gasly und Vettel schob sich Lance Stroll im Racing Point. Stroll fuhr seine Zeit auf den C5-Reifen. Erstmals in diesem Jahr konnte sich auch Williams über einen problemfreien Testtag freuen. George Russell spulte nach dem Desaster der Vorwoche fast zwei volle Renndistanzen ab. Zum Rundenkönig reichte es trotzdem nicht ganz: Den Titel holte sich Pierre Gasly mit 136 Runden.

Formel 1 Testfahrten Barcelona 2019: Ergebnis, Runden, Reifen

Pos Fahrer Team Zeit Reifen Runden
1 Norris McLaren 1:17.709 C4 80
2 Gasly Red Bull 1:17.715 C3 136
3 Stroll Racing Point 1:17.824 C5 82
4 Vettel Ferrari 1:17.925 C3 81
5 Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.589 C4 99
6 Albon Toro Rosso 1:18.649 C4 103
7 Leclerc Ferrari 1:18.651 C3 29
8 Magnussen Haas 1:18.769 C4 131
9 Russell Williams 1:19.662 C5 119
10 Ricciardo Renault 1:20.107 C3 77
11 Bottas Mercedes 1:20.167 C2 7
12 Hamilton Mercedes 1:20.332 C2 83
13 Hülkenberg Renault 1:20.348 C3 80

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