Formel 1

Formel 1 Frankreich GP 2019: Mistral-Schikane bleibt

Die Organisatoren des Frankreich GP liefern neue Infos zum Streckenverlauf und dem 2018 kritisierten Verkehrskonzept. Warum auch Eric Boullier dabei ist.
von Philipp Moser

Motorsport-Magazin.com - Im Rahmen der Formel-1-Tests in Barcelona haben Gilles Dufeigneux, Direktor des Frankreich GP, und Ex-McLaren-Teamchef Eric Boullier neue Informationen zum diesjährigen Grand Prix in Paul Ricard bekanntgegeben. Dabei ging es unter anderem um Boulliers genaue Funktion im Organisatoren-Team, das Verkehrschaos im letzten Jahr und den Streckenverlauf.

Boullier stieß erst vor wenigen Tagen zum Organisatoren-Team des Frankreich GP. Warum er diesen Job übernommen hat? "Ich war jetzt so lange im Paddock aktiv und wollte etwas Neues ausprobieren. Als man mich angerufen hat, habe ich diese tolle Chance direkt ergriffen", erklärt der Franzose. Boullier war bis 2018 Teamchef des McLaren-Teams, jedoch reichte er im Sommer letzten Jahres seinen Rücktritt ein.

Keinen Rücktritt gibt es 2019 unterdessen in Sachen Streckenlayout. Der Hoffnung einiger Fahrer und Fans, sich wieder von der Schikane auf der Mistral-Geraden zu verabschieden, erteilte Eric Boullier dabei eine Absage. "Die Schikane war im letzten Jahr die Stelle mit den meisten Überholmanövern. Ich kann den Wunsch der Fahrer verstehen, mit Vollgas auf die Signes-Kurve zuzufahren, aber aus Fan- und Marketingsicht bietet die Variante mit der Schikane die beste Show", erklärt der Franzose.

Auch 2019 wird die Mistral-Gerade durch eine Schikane unterbrochen. - Foto: Sutton

Modifiziert werden für 2019 hingegen Boxeneingang und Boxenausfahrt. Zudem kommt es zu Neuasphaltierungen einzelner Streckenabschnitte.

Nachdem sich im vergangenen Jahr einige Fans über zahlreiche Staus bei der Zufahrt zur Rennstrecke beschwert hatten, gelobten Dufeigneux und Boullier für 2019 Besserung. "Wir hatten im letzten Jahr 21.000 Autos an der Strecke", berichtete Dufeigneux. Das neue Konzept: "In diesem Jahr gibt es einen zusätzlichen Zugang zum Streckengelände, 2200 Campingplätze direkt an der Strecke und 170 kostenlose Shuttles für die Fans."

Außerdem soll der Frankreich GP internationaler werden. Nur sieben Prozent der Karten des im letzten Jahr ausverkauften Grand Prix gingen an Zuschauer außerhalb Frankreichs. Damit diese Zahl ansteigt, arbeitet man bei der Promotion mit dem Disneyland Paris zusammen und plant eine Promotion-Tour in zahlreichen französischen Städten.


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