Formel 1

Formel 1, Leclerc: Harte Spanien-Tage statt neues Sauber-Wunder

F1-Rookie Charles Leclerc warnt vor zu großer Euphorie rund um das Alfa Romeo Sauber F1 Team. Ein Wunder wie in Baku sei in Barcelona schwer zu wiederholen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Charles Leclerc gelang für das Alfa Romeo Sauber F1 Team in Baku zuletzt ein noch größeres Wunder als schon Marcus Ericsson in Bahrain. Nach P9 des Schweden in der Wüste - schon ein großer Erfolg für die Truppe aus der Schweiz - legte Leclerc in Aserbaidschan noch einen drauf: Platz sechs, bestes Sauber-Ergebnis in der Formel 1 seit mehr als zwei Jahren.

Doch vor dem nun unmittelbar bevorstehenden Europaauftakt, dem Spanien GP in Barcelona, warnt der Monegasse vor zu viel Euphorie rund um die Truppe aus Hinwil. Man dürfte jetzt nicht zu viel, nicht regelmäßige Top-10-Fahrten von Sauber erwarten, so Leclerc vor dem Rennwochenende in Südspanien.

Leclerc: Qualifying in Spanien wird hart für Sauber

Gerade in Barcelona werde es für Sauber schwierig, meint der F1-Rookie. "Es wird hier nicht so stark aussehen wie in Baku. Ich erwarte, dass es hier schwieriger sein wird als in Baku, Ergebnisse einzufahren. Das Auto könne hier etwas mehr zu kämpfen haben als in Baku, das erwarten wir jedenfalls", sagt der monegassische Ferrari-Junior.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem Spanien GP: (06:18 Min.)

"Wir sollten keine Wunder erwarten, wie wir sie in Baku erlebt haben. Wir werden pushen, um das bestmögliche Resultat zu erzielen, aber ich erwarte ein hartes Qualifying", meint Leclerc. Das Qualfiying spricht der Sauber-Fahrer nicht zufällig an. Schon in Baku war Leclerc hier stark unterwegs gewesen, fuhr mit dem Sauber C37 ins Q2, war also im Rennen nicht nur der große Profiteur eines Chaos-GP, sondern auch der eigenen Stärke des Vortags.

Leclerc dennoch optimistisch - wegen Wehrlein-Punkten in Spanien

In Spanien sieht Leclerc sich und Sauber nun jedoch mehr auf gute Gelegenheiten angewiesen. "Wenn wir eine Gelegenheit bekommen, müssen wir sie wie in Baku ergreifen", sagt Leclerc. Vollkommen pessimistisch geht Leclerc das Wochenende des Wettrüstens jedoch nicht an. "Letztes Jahr haben wir es geschafft, hier Punkte anzuschreiben", erinnert Leclerc an ein starkes Spanien-Rennen seines Sauber-Vorgängers Pascal Wehrlein.

Doch auch wenn Sauber nun schon in der Hälfte aller Rennen der Saison 2018 Punkte gesammelt hat, sieht Leclerc das nicht als neue Regel an. "Ich denke, es ist noch etwas zu früh, dass jetzt zu sagen", meint Leclerc. "Aber ich bin sicher, dass wir diesen Punkt früher oder später erreichen werden, wenn wir so weitermachen wie bisher. Wir arbeiten sehr gut und müssen einfach den Fokus so beibehalten wie wir es seit Saisonstart tun. Dann bin ich sicher, dass wir sehr bald regulär um Punkte kämpfen können."


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