Formel 1

Formel 1 Brasilien: Nächste Motoren-Strafe für Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo erhält beim Brasilien GP der Formel 1 die nächste Strafe. Red Bull baut einen neuen Renault-Motor ein. Auch Toro Rosso mit Problemen.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Wieder einmal schlechte Nachrichten für Daniel Ricciardo: Der Formel-1-Pilot wird beim Brasilien GP um mindestens zehn Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Red Bull entschied sich dazu, die MGU-H der Renault-Power-Unit zu wechseln. Damit setzt Ricciardo schon das achte Exemplar der Motorkomponente ein.

Für Ricciardo ist es bereits die dritte Startplatzstrafe in der aktuellen Saison. Zum ersten Mal musste er in Silverstone wegen zusätzlicher Motorkomponenten nach hinten. Weitere Strafen folgten in Italien und Mexiko. Obwohl Ricciardo beim letzten Formel-1-Rennen in Mexiko mit neuen Komponenten an den Start ging, musste er das Rennen wegen eines Motorschadens aufgeben. Dabei wurde offenbar auch die neu eingebaute MGU-H beschädigt.

Bei Renault gab es in Mexiko Stadt auf über 2.000 Meter über dem Meeresspiegel größere Zuverlässigkeitsprobleme. Um die dünne Luft zu kompensieren, muss der Turbolader härter arbeiten, um den gleichen Ladedruck wie auf Seehöhe zu erreichen.

Auch beim Grand Prix in Sao Paulo könnte die Höhenlage ein Problem darstellen: Der Grand Prix in Brasilien wird auf rund 700 Meter über dem Meeresspiegel ausgetragen. Im 1. Freien Training zum Brasilien GP verabschiedete sich bereits der Renault-Motor von Brandon Hartley spektakulär mit Rauchzeichen.

Toro Rosso erneut mit Renault-Motor-Problemen

Dabei wurde beim Toro-Rosso-Neuling bereits eine neue Komponente eingebaut. Der Neuseeländer erhielt bereits vor dem Training ebenfalls eine neue MGU-H. Auch er wird deshalb zehn Plätze strafversetzt. Das gleiche Schicksal trifft Toro-Rosso-Teamkollege Pierre Gasly.

Bei Daniel Ricciardo wurde zusätzlich eine neue Batterie und ein neues Steuergerät eingebaut. Hierfür muss der Red-Bull-Pilot allerdings keine Strafen fürchten, weil es sich um die vierte Komponente des jeweiligen Bauteils handelt.


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