MotoGP

Jorge Lorenzo: So geht es ihm beim MotoGP-Comeback in Katar

Nach drei Monaten sitzt Jorge Lorenzo beim Katar-Test erstmals wieder auf einem MotoGP-Bike. Der erste Tag lief für den Repsol-Honda-Star nicht problemlos.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Winterpause wurde für Jorge Lorenzo unfreiwillig verlängert. Er stürzte im Januar beim Offroad-Training in Italien und brach sich das rechte Kahnbein. Lorenzo verpasste dadurch den ersten Wintertest 2019 in Sepang und kann nun erst beim zweiten Testblock in Katar sein Comeback geben.

Der erste Tag am Losail International Circuit verlief für ihn dabei wenig erfreulich. Lorenzo landete nur auf dem 21. Rang von 23 Piloten, lediglich Aprilia-Testfahrer Bradley Smith und Hafizh Syahrin mit der Tech3-KTM waren langsamer. Lorenzo verlor über zwei Sekunden auf die Bestzeit von Maverick Vinales.

Der Repsol-Honda-Neuzugang konnte aufgrund seiner immer noch geschwächten Hand nur kurze Runs fahren. Mehr als vier schnelle Runden am Stück waren für ihn nicht möglich, insgesamt kam er am Samstag in Katar auf lediglich 38 Umläufe. Zum Vergleich: Fleißigster Mann des Tages war KTM-Pilot Johann Zarco mit 53 Runden.

"Beim Bremsen habe ich natürlich noch Probleme", gestand Lorenzo nach seinem Comeback. "Ich kann aber nur zwei bis drei schnelle Runden am Stück fahren und brauche noch mehr Zeit auf dem Bike, um körperlich wieder voll fit zu werden. Leider haben wir hier aber nur etwa drei Stunden, in denen man wirklich testen kann. Auf anderen Strecken kannst du den ganzen Tag Dinge ausprobieren." Der Losail International Circuit ist beim Test jeden Tag sechs Stunden befahrbar. Zu Beginn knallt aber noch die Sonne auf die Strecke, was eine sinnvolle Vorbereitung auf das Nachtrennen verhindert. Später Abend sammelt sich dann Feuchtigkeit am Asphalt, was ebenfalls zu Problemen führt.

Lorenzo arbeitet noch an der Ergonomie der RC213V - Foto: Repsol Honda

Somit war Lorenzo in seiner Testarbeit massiv eingeschränkt: "Wir haben nichts am Setup probiert oder versucht, das Motorrad schneller zu machen. Vor uns liegt noch ein langer Weg, was die Ergonomie des Bikes betrifft. Ich rutsche etwa auf den Fußrasten stark. Da haben wir noch viel Arbeit zu erledigen."

Mit der Performance seiner Honda RC213V, auf der Lorenzo am Samstag in Katar erst seinen insgesamt fünften Testtag absolvierte, zeigte sich der dreifache MotoGP-Champion aber zufrieden. "Das Bike ist gut. Der Motor wurde verbessert und ist jetzt ziemlich stark. Ich muss aber meine aerodynamische Position noch optimieren. Da verliere ich ziemlich viel Geschwindigkeit auf Marc und Cal", so Lorenzo. Sein Topspeed betrug 342,8 km/h, Cal Crutchlow war um 3,3 und Marc Marquez um 5,5 Stundenkilometer schneller.


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