MotoGP

MotoGP Valencia 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Andrea Dovizioso behält im Chaos von Valencia einen kühlen Kopf und siegt. Pol Espargaro fährt für KTM aufs Podium. Die Reaktionen zum Saisonfinale.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein verrücktes Rennen. Im ersten Rennen hatte ich kein gutes Gefühl und Rins war so schnell, dass ich ihn nicht folgen konnte. Ich bin stolz, dass ich im ersten Rennen nicht gestürzt bin. Es war sehr viel Wasser auf der Strecke. Für das zweite Rennen haben wir etwas verändert. Ich konnte so sehr pushen, wie ich wollte und da konnte die Konkurrenz nicht mitgehen. Ich freue mich, die Saison so zu beenden."

2. Alex Rins (Suzuki): "Es war unglaublich. Ich freue mich sehr. Das Rennen war unglaublich. Das erste Rennen war wirklich krass. Im ersten Rennen lag ich super und habe schon gehofft, dass es so bleibt. Das war nicht so, aber das zweite Rennen lief einfach perfekt."

3. Pol Espargaro (KTM): "Es ist so surreal. Die letzte Runde hat sich wie ein Jahr angefühlt. Es war so lang und Dani hat von hinten gepusht. Ich habe auch gepusht, aber ich wollte auch nicht stürzen und alles geben. Ich bin so unglaublich stolz auf KTM und freue mich so sehr."

4. Michele Pirro (Ducati): "Das war ein schwieriges Rennen, denn ich habe bei einem Sturz in der ersten Hälfte das Motorrad etwas beschädigt, konnte aber zum Glück weiterfahren. Nach dem Restart hatte ich eine gute Pace und ich bin enttäuscht, weil ich das Podium nur um eine Sekunde verpasst habe."

5. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein besonderes Gefühl, mein letztes Rennen zu fahren. Und dann waren es sogar zwei! Die Bedingungen waren leider wirklich schwierig. In beiden Rennen hatte ich große Probleme mit dem Hinterrad und konnte nicht wirklich ans Gas gehen. Beim Restart hatte in ein besseres Gefühl erwartet, aber wir haben die Reifen gewechselt und ich hatte überhaupt keinen Griff, also habe ich mich darauf konzentriert, das Rennen ohne Sturz zu beenden. Das ist etwas schade, aber in der Box dann mein Team, meine Familie und meine Leute zu sehen war sehr emotional. Das hat mir viel bedeutet."

6. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich hatte in jeder Runde, in jeder Kurve Angst, aber es ist ein tolles Gefühl. Es ist etwas seltsam, ich hätte nie erwartet, als der beste unabhängige Fahrer ins Ziel zu kommen, aber der Tag und das Rennen waren der Wahnsinn. Es gab viel Druck, aber gestern am Abend schrieb mir Cal eine Nachricht und sagte mir, ich solle mich konzentrieren, keine Fehler machen, und - weil ich nichts zu verlieren hätte - hart pushen. Das war toll, danke an ihn dafür, und auch danke ans Team für einen unvergesslichen Tag."

Takaaki Nakagami beendete das Saisonfinale in Valencia als Sechster - Foto: LCR Honda

7. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war ein harter Sonntag. Es hat viel geregnet. Im ersten Rennen hatte ich zuerst ein gutes Gefühl, aber dann ist der Regen immer stärker geworden. Mit so viel Wasser auf der Strecke war es schwer, das Bike zu kontrollieren. Viele Piloten sind gestürzt. Ich konnte meine Runden fahren und lag auf einer guten Position. Nach dem Restart waren die anderen schneller als ich und ich konnte ihnen nicht folgen. Mein Ziel war es dann, das Rennen zu beenden."

8. Bradley Smith (KTM): "Manches soll eben einfach so sein. Ich habe zurück an die Box gepusht, um Bike Nummer zwei zu verwenden und das Rennen zu beenden. Ich wollte mich nicht mit einem Crash und einem „Hätte, wäre, wenn“ verabschieden. Ich war in den Top-10 unterwegs und mein Ziel war es, sechs Punkte einzufahren, um möglicherweise Pol in der WM noch zu schlagen. Ich wurde zwar Achter, aber er hat einen fantastischen Job gemacht."

9. Stefan Bradl (LCR Honda): "Zuerst einmal würde ich gerne HRC und LCR für die Unterstützung danken, nachdem ich Cal für die zwei Rennen vertreten habe. Ich hoffe, dass er nächstes Jahr stärker zurückkommen kann. Heute war ein sehr schwieriger Tag, wie man an den Streckenbedingungen sehen konnte, da stand so viel Wasser, und es gab viele Crashes. Mein Vertrauen ins Bike war im Nassen nicht groß, weil ich mit dem MotoGP-Bike da keine Erfahrungen habe. Also dauerte es ein paar Runden, bis es sich gut anfühlte."

10. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich möchte zuerst meinem Team danken. Wir haben nicht erwartet, unter diesen nassen Bedingungen in den Top-10 zu landen. Es gab viel Drama und einige Piloten sind gestürzt. Als das Rennen unterbrochen wurde, war ich Zehnter. Wir waren sicher, dass wir die anderen Fahrer im zweiten Rennen herausfordern konnten. Ich bin jetzt zum ersten Mal ein komplett nasses Rennen gefahren. Das hat mich viel gelehrt."

11. Scott Redding (Aprilia): "Das war ein ziemlich gefährliches Rennen. Beim Start konnte ich nichts sehen, weil von den anderen Bikes so viel Wasser aufgewirbelt wurde. Nur wenn man freie Strecke vor sich hatte, konnte man ein bisschen Pace aufholen. Ich hatte viel mit Aquaplaning zu kämpfen, genauso wie die anderen. Viele Stürze haben das bewiesen. Ich denke, das Rennen hätte früher abgebrochen werden sollen."

12. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das ist das Ende meiner Ducati-Ära und ich konnte nicht das Rennen fahren, das ich wollte. Die Verhältnisse waren sehr schwierig und da passiert ein Sturz ganz schnell, deshalb wollte ich aufgrund des Zustands meines Handgelenks kein Risiko eingehen. Ich hätte mich gerne mit einem besseren Ergebnis verabschiedet. Ich möchte den Team und alle Ducati-Fans für die Unterstützung danken. Ich werde diese zwei Jahre nie vergessen und ein Teil meines Herzens wird immer Ducatista sein."

Jorge Lorenzo wurde in seinem letzten Rennen als Ducati-Pilot Zwölfter - Foto: Ducati

13. Valentino Rossi (Yamaha): "Es ist sehr, sehr schade. Es tut mir wirklich leid, denn wir hätten dieses Podium dringend gebraucht. Nicht nur ich, sondern auch das Team, denn seit dem Sachsenring ist uns keine Podestplatzierung mehr gelungen. Beim Sturz habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe beim Gasgeben aus der Kurve heraus das Hinterrad verloren. Da muss ich wohl besser aufpassen, denn wir haben immer noch Probleme mit dem Reifenverschleiß."

14. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Das Rennen war sehr hart. Im ersten Teil habe ich mich gegen viele Top-Fahrer gut geschlagen. Als der Regen stärker wurde, wurde es schwieriger. Im zweiten Teil bin ich gut gestartet und ich habe mich wohl gefühlt. Aber als es dann wieder geregnet hat, habe ich mich einfach darauf konzentriert, das Rennen zu beenden und Punkte zu holen. Schade, dass ich das Team nach zwei Jahren jetzt verlasse. Hoffentlich kreuzen sich unsere Wege in Zukunft wieder."

15. Jordi Torres (Avintia Ducati): "Ich hatte einen guten Start, aber am Anfang war die Sicht gleich Null durch die Gischt. Die Sicht wurde aber immer besser und ich wollte mit der Gruppe vor mir mithalten. Aber es war leicht, in diesen Verhältnissen zu stürzen. Im zweiten Teil wollte ich so sanft wie möglich fahren, denn das Ziel war es, die Zielflagge zu sehen und den ersten Punkt abzusichern. Danke ans Team, das sie den Lenker an meine Hand anpassen konnten und an Dr. Mir, der tolle Arbeit mit meiner Hand geleistet hat."

DNF Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Schade, das Jahr so zu beenden, aber das ist Racing. Sowas passiert nun mal im Regen. Im ersten Rennen hat es zu stark geregnet, und die Entscheidung für einen Abbruch war richtig. Im zweiten Teil habe ich mich besser gefühlt, aber ich habe in Kurve 12 das Heck verloren und wurde dann vom Bike abgeworfen."

DNF Maverick Vinales (Yamaha): "Ich fühle mich ok nach diesem Sturz, mir tut nur die Schulter etwas weh. Es war schwierig, ich hatte ein technisches Problem, wegen dem ich zu Beginn nicht schneller fahren konnte. Ich habe viel riskiert, denn ich musste für WM-Platz drei einfach vor Valentino ankommen und er war sehr schnell. Schade, denn ohne das Problem hätte ich vorne mit Alex und Dovi kämpfen können. Aber wir müssen happy sein, das war das dritte Regenrennen, bei dem wir vorne mitmischen konnten."

DNF Danilo Petrucci (Pramac Ducati): Zitat folgt

Marc Marquez konnte nach seinem Sturz nicht mehr am Restart in Valencia teilnehmen - Foto: Repsol

DNF Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich hatte einen heftige Highsider. Zum Glück ist meine Schulter in Ordnung, nur noch etwas schmerzvoll vom Samstag. Es war ein Fehler, dass ich den Medium-Hinterreifen gewählt habe. Das war nicht die beste Option. Ich habe mich beim Team entschuldigt, denn es war meine Entscheidung. Ich habe mich damit in FP3 sehr wohl gefühlt , aber durch den starken Regen im Rennen war es schwer, die Temperatur im Reifen zu halten. Jetzt ist es aber Zeit, die drei Weltmeistertitel 2018 zu genießen."

DNF Andrea Iannone (Suzuki): "Ich wollte die Saison mit einem guten Rennen beenden, aber es ist mir nicht gelungen. Ich konnte Positionen gut machen und war an der Spitze meiner Gruppe, aber die Bedingungen waren sehr schwierig und ich habe das Hinterrad verloren. So ist das eben manchmal im Rennsport. Es war kein einfaches Jahr, aber wir hatten tolle Momente und es war mir eine Ehre, mit diesen super Menschen und dem großartigen Werk zu arbeiten."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin sauer, denn wir hatten heute eine wirklich gute Chance auf ein tolles Ergebnis. Wir haben gezeigt, dass wir das ganze Wochenende lang stark und konkurrenzfähig waren, sogar in der Warm-Up-Session. Ich hatte einen Highsider in Kurve drei. Das ist ein schlechter Platz zum Stützen. Aber die Bedingungen waren wirklich am Limit und die Sicht war praktisch bei null."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): Zitat folgt

DNF Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Es war ein gutes Rennen für mich. Es war aufregend und ich hatte viel Spaß, denn ich bin von Platz 15 gestartet und als ich gestürzt bin war ich Fünfter. Als der Regen richtig stark wurde, habe ich kein Tempo rausgenommen. Das hätte ich tun sollen, denn so bin ich im Kies gelandet. Ich war bei nassen Verhältnissen aber schnell und das macht mich sehr glücklich."

DNF Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Leider war mein letztes MotoGP-Rennen frühzeitig zu Ende. Der Sturz war ein trauriger Moment, aber ich hatte extremes Aquaplaning am Hinterrad und bin per Highsider abgeflogen. Die Bedingungen waren schwierig und ich war nicht der einzige Pilot, der so gestürzt ist. Ich habe keine Punkte geholt, aber ich wollte mein Bestes geben und bin ein Risiko eingegangen. Es gab aber auch ein paar positive Aspekte, denn ich konnte einige Fahrer überholen. "


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