MotoGP

Marc Marquez: So erklärt er seinen Crash in Valencia

Marc Marquez flog im letzten MotoGP-Rennen des Jahres spektakulär ab. Der Champion weiß um die Gründe für den Crash und gibt sich selbst die Schuld.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez beendete sein MotoGP-Jahr mit einem Sturz. Bei schwierigen Bedingungen flog er in Valencia auf Podestkurs per Highsider bereits in der siebenten Runde ab. Einen Crash, den er komplett auf seine Kappe nahm. "Ich habe mich bei meiner Crew entschuldigt", gestand der Weltmeister in seiner Pressekonferenz nach dem Rennen.

Marquez ärgerte sich aber nicht über einen Fahrfehler, sondern über die falsche Reifenwahl, die letztlich zu dem Crash geführt habe. "Leider habe ich heute die erste Fehlentscheidung dieser Saison getroffen, denn ich habe den Medium-Hinterreifen aufziehen lassen. Im Grid hat mir meine Crew geraten, dass ich mit dem Soft fahren sollte. Mit dem Medium war ich bei wenig Wasser auf der Fahrbahn aber besser unterwegs und als ich aus der Box gefahren bin, war nicht viel Wasser auf der Strecke. Im Grid hat es aufgehört zu regnen, deshalb habe ich den Medium aufziehen lassen."

Als es nach wenigen Minuten aber wieder stärker zu regnen begann, ging Marquez mit dieser Reifenwahl unter. "Oft liege ich mit meinen Entscheidungen in letzter Sekunde im Grid richtig, diesmal war es aber eine Fehlentscheidung", zeigte er sich einsichtig. Seinen Fans jagte Marquez mit dem Highsider einen Schrecken ein.

Schulter nicht erneut verletzt

Denn im ersten Moment griff er sich an die linke Schulter, die in den vergangenen Wochen mehrfach herausgesprungen war. Zuletzt am Samstag nach einem Crash im Qualifying. Doch Marquez konnte Entwarnung geben: "Nein, ich habe mir die Schulter bei diesem Sturz heute nicht ausgekugelt."

"Die Schulter hat sich zwar seltsam bewegt beim Sturz, aber ich hatte ein starkes Tape drauf heute. Es hat geschmerzt, aber ich habe sofort bemerkt, dass nicht rausgesprungen ist", erklärte der MotoGP-Weltmeister. "Natürlich schmerzt die Schulter, aber das bin ich seit Motegi gewohnt."

Marquez beendete seine Saison 2018 in Valencia zwar mit einer Null, mit seiner Leistung ist er dennoch zufrieden. "Das war mein bestes Jahr seit 2014", sagte er. "Ich bin immer sehr präzise gefahren und war auch oft in Rennen auf dem Podium, in denen es nicht perfekt lief." Am Dienstag beginnt bereits die neue MotoGP-Saison mit den ersten offiziellen Testfahrten in Valencia.


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