MotoGP

Marc Marquez: Bin im Qualifying kein Risiko eingegangen

Zwar ist Marc Marquez Polesitter auf Phillip Island, doch das Wetter machte es ihm schwer. Der Regen machte ihn vorsichtig, Risiken eingehen war nicht drin.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Am Samstag auf Phillip Island sicherte sich Marc Marquez die erste Pole Position nach dem Weltmeistertitel. In den Australien GP des Jahres 2018 startet der Honda-Pilot von ganz vorn. Der Weg dahin war jedoch nicht einfach, das Qualifying nicht ungefährlich. Deshalb traf Marquez die für ihn nicht gerade typische Entscheidung keine Risiken einzugehen.

Die zweite Qualifying-Session der MotoGP war geprägt von Regenfällen, die alle paar Augenblicke begannen und dann wieder aufhörten. Wirklich stark geregnet hat es nie, aber durch die ohnehin schon schwierigen Bedingungen durch Wind und Kälte machte es das Wetter den Piloten alles andere als leicht. "Es war schwierig unter diesen Bedingungen zu verstehen, wie man mit dem Bike pushen sollte", erklärte Marquez nach dem Qualifying in der offiziellen Pressekonferenz.

Der Weltmeister hat den Ruf weg, sich in keiner Situation zu fürchten, doch unter diesen Bedingungen gab es eine Ausnahme. "Wenn man die ganze Runde fast 200 km/h fährt, dann ist es schon gruselig, Regentropfen auf dem Visier und sehen", gab Marquez offen zu. Das MotoGP-Fahrerfeld war zu diesem Zeitpunkt auf Slick-Reifen unterwegs, zu starke Regenfälle auf einer schnellen Runde hätten fatal enden können.

Für Marquez ging die Sache jedoch glimpflich zu Ende. Seinen ersten Run brachte er schnell über die Bühne, trotz leichter Regenfälle. In seiner fünften Runde fuhr Marquez die letztendliche Pole-Zeit, eine 1:29.199. Danach kam er in die Box, um wenige Minuten später für Run Nummer zwei auf die Strecke zu gehen. Doch da lief es genauso wie zuvor. Der Repsol-Honda-Pilot legte ebenfalls auf Slick-Reifen schnell vor, doch dann setzte erneut Regen ein.

"Da habe ich mich dann entschieden, kein Risiko einzugehen", erklärte Marquez. Nur drei Runden drehte der Spanier im zweiten Stint, die schnellste Zeit war eine 1:45.149. Kein Vergleich also zu seiner Zeit zuvor. An seiner Einstellung hätte sich aber auch nichts geändert, wenn die Konkurrenz noch einmal angefangen hätte zu pushen, so Marquez. "Wenn sie sich verbessert hätten, dann wäre das so gewesen", gab er zu Protokoll. Warum auch? Den Weltmeistertitel hat er ohnehin schon dingfest gemacht, alles andere ist das zu hohe Risiko nicht wert.

Marc Marquez: Schweres MotoGP-Rennen in Australien

Und auch für das Rennen am Sonntag sieht Marquez Schwierigkeiten am Horizont. "Aus irgendeinem Grund haben alle Hondas hier Probleme", glaubt er. Tatsächlich steht die nächste Honda nach Marquez auf dem 14. Rang und gehört Takaaki Nakagami. Zum ersten Mal in ihrer gesamten MotoGP-Karriere stehen keine zwei Hondas in den Top-10-Plätzen in der Startaufstellung. "Es wird ein schwieriges Rennen", mutmaßt Marquez deshalb. Besonderes Kopfzerbrechen bereiten ihm sein Vorderreifen - und Andrea Iannone. Den hält Marquez nämlich für den Favoriten des Rennens. "Wir scheinen alle auf demselben Level zu sein, außer Iannone. Er ist schneller als der Rest", ist er überzeugt.


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